FPÖ/AUF-Herbert: Dienstrechtsreform sieht Anerkennung der Vordienstzeiten für ehemalige türkische Staatsdiener vor

Wien (OTS) - "Immer skurriler und unfassbarer werden die Details des vorliegenden Antrages zu Dienstrechtsreform, der heute im Nationalrat beschlossen werden soll", stellt der freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst und AUF-Bundesvorsitzende, Bundesrat Werner Herbert, fest. "Neben den drohenden weitreichenden und massiven dienst- und besoldungsrechtlichen Verschlechterungen, die unsere Beamten und Vertragsbediensteten bei einer Umsetzung dieser geplanten Verschlechterungen durch SPÖ und ÖVP drohen, findet sich in der gegenständlichen Dienstrechtsreform ein weiteres Kuriosum, nämlich bei der Anerkennung der anrechenbaren Vordienstzeiten - also jener Zeiten, die sowohl für die Einstufung in das Gehaltsschema wie auch für die Festsetzung des Pensionsantritts relevant ist", so Herbert.

"So sollen nunmehr auch Beschäftigungszeiten, die in einem Dienstverhältnis der Türkischen Republik erbracht wurden, angerechnet werden", so Herbert.
Das bedeutet, dass ehemalige Staatsdiener der Türkei ihre dort verbrachte Dienstzeit unter Umständen zur Gänze angerechnet bekommen, wenn sie bei uns in den Öffentlichen Dienst eintreten.

"Eigentlich unglaublich wenn man bedenkt, dass Präsenz- oder Zivildiener in Österreich unabhängig von ihrer tatsächlich erbrachten dienstlichen Gesamtzeit nur maximal 6 Monate als Vordienstzeit angerechnet bekommen. Eine unfassbare und völlig unverständliche Ungleichbehandlung gegenüber unserer österreichischen Beamten und Vertragsbediensteten, die jedenfalls entschieden abzulehnen ist und so nicht hingenommen werden kann", zeigt sich Herbert verärgert.

"Einmal mehr zeigen SPÖ und ÖVP mit diesem neuerlichen Akt offenkundiger Geringschätzung ihre gelebte Verachtung gegenüber den Öffentlich Bediensteten. Aber auch die GÖD, die nach außen hin gerne lautstark poltert aber hinter den Kulissen die negativen Entwicklungen für die Öffentlich Bediensteten laufend mitträgt, hat wie schon so oft zuvor die Kollegenschaft wieder einmal verraten und verkauft", so Herbert.

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