Wiener Kongress com.sult zur Macht der Regionen

Mohamed ElBaradei, Václav Klaus, Tibor Szanyi, Frederic W. de Klerk und Viktor Yushchenko als Podiumsgäste - Ukraine-Konflikt im Fokus - Internationale Lösung notwendig

Wien (OTS) - Zum bereits zwölften Mal fand gestern im Haus der Industrie der Wiener Kongress com.sult statt. Initiiert von David Ungar-Klein diskutierten unter dem Titel "The Power of Regions - Die Macht der Regionen" internationale und österreichische Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über das Prinzip der Regionalität und seine Zukunft in Europa. Ein besonderer Fokus lag heuer auf den Russland-EU-Ukraine-Beziehungen. "Hier geht es um die Lösung eines regionalen Konfliktes mit massiven geopolitischen Auswirkungen", betonte Ungar-Klein. Auf der einen Seite würden Regionen neue Chancen der Entwicklung eröffnen, andererseits regionale Brennpunkte neue Herausforderungen nach sich ziehen. Die Ukraine-Krise habe die geopolitische Situation jedenfalls massiv verändert. Moderiert vom österreichischen Alt-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wurde im hochkarätig besetzten Panel diskutiert, welche Wege aus der Krise führen können, welche Rolle die Europäische Union dabei spielen kann und was ihre bisherige Politik gebracht hat. Am Podium Platz nahmen unter anderem der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Mohamed ElBaradei, Othmar Karas, Mitglied des Europäischen Parlaments und Leiter der parlamentarischen EU-Russland-Delegation, der frühere Präsident der Tschechischen Republik Václav Klaus, der Friedensnobelpreisträger und frühere Präsident der Republik Südafrika Frederic W. de Klerk, der EU-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Delegation im Ausschuss für parlamentarische Kooperation EU-Ukraine Tibor Szanyi sowie der ehemalige Präsident der Ukraine Viktor Yushchenko.

Hochkarätig besetztes Panel diskutiert Ukraine-Konflikt

Unter den Experten herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass der Ukraine-Konflikt nur dadurch gelöst werden kann, dass sich alle Verhandlungsparteien gemeinsam an einen Tisch setzen. Man wünsche sich eine internationale Lösung, da es sich nicht nur um einen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, sondern auch zwischen Europa bzw. den Vereinigten Staaten und Russland handle. Wichtig sei es auch, die Stimme der Krim zu hören und einzubeziehen, da dies bis dato nicht geschehen sei. Lediglich Klaus bekräftigte seine Ansicht, dass der Konflikt nur innerhalb der Ukraine gelöst werden könne und forderte sowohl Europa als auch die USA und Russland auf, jegliche Einmischungen zu unterlassen. Demgegenüber betonte Mohammed ElBaradei die Bedeutung der internationalen Gesellschaft für das Lösen des Konfliktes, denn die internationale Politik könne dabei helfen Vertrauen aufzubauen. Auch Yushchenko und Szanyi wünschen sich die internationale Gemeinschaft an den Verhandlungstisch. Die Ukraine alleine könne Russland nicht entgegentreten, so Yushchenko. De Klerk warnte davor, dass Sanktionen die Kluft vergrößern und Reformen verzögern können. Othmar Karas kritisierte den fehlenden politischen Willen einiger Verhandlungsteilnehmer und rief dazu auf, alle Abkommen einzuhalten. Anschließend könnten die Sanktionen gestoppt sowie eine Plattform zur Lösung der weiteren Herausforderungen geschaffen werden.

Verleihung der "Golden Arrows" an de Klerk, Karas und Thaci

Am Abend wurden wieder die begehrten "Golden Arrows" an hochkarätige internationale Persönlichkeiten für ihr politisches Lebenswerk verliehen. Gemäß dem inhaltlichen Schwerpunkt gingen sie heuer an Persönlichkeiten, die sich erfolgreich für regionale Zusammenarbeit und Stabilität eingesetzt haben - Frederik de Klerk für seinen Beitrag zum Ende der Apartheid, Othmar Karas für seine konsequente Europaorientierung, sowie Hashim Thaci als Schlüsselfigur für die stabile, regionale Entwicklung des Kosovo. Als Laudatoren fungierten der Publizist Paul Lendvai (Karas), Wolfgang Petritsch (Thaci) sowie Mohamed ElBaradei für seinen Friedensnobelpreis-Kollegen de Klerk.

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