AK 2: Gleicher Name für ein und dasselbe Konto-Entgelt!

AK Analyse zeigt: Verwirrend - für gleiche Kontoleistungen verwenden Banken unterschiedliche Namen

Wien (OTS) - Die AK hat bei neun Banken in Wien gängige Begriffe im Zahlungsverkehr analysiert. Das Ergebnis zeigt: Gleiche Leistungen oder Transaktionen sind in Preisblättern höchst unterschiedlich benannt. Um einen Vergleich zu erleichtern, sollen Preise und Begriffe rund um das Girokonto künftig transparenter werden. Das verlangt die Bankkonten-Richtlinie der EU. Angesichts der zahlreichen Transaktionen - online, Selbstbedienung oder am Schalter - ist das auch dringend notwendig. Die laut Richtlinie zu erstellende Liste der wichtigsten zehn bis 20 Begriffe sollte ver-braucherfreundlich ausgestaltet sein, fordert die AK.

Viele der in den Preisblättern der Banken verwendeten Begriffe für Kontodienstleistungen sind unklar und teilweise sehr unterschiedlich formuliert, zeigt eine AK-Analyse. Ein Beispiel: Alleine für das Entgelt der laufend verrechneten Kontoführung, also die "Konto-führungsgebühr", werden Begriffe wie "Kontoführungsprovision", "Kontoführungsentgelt" oder "Kontoführungspauschale" verwendet; in manchen Preisblättern steht nur "Kontoführung".

Bisweilen ist auch unklar, was genau eine elektronische, manuelle, beleghafte oder automatisierte Transaktion darstellt. Das zu wissen ist deswegen wichtig, weil manche Transaktionen eben mit der Kontoführung abgegolten sind und manchmal extra verrechnet werden. Erfahrungsgemäß kommen gerade unerwartete Extraspesen teuer - wie für "manuelle" oder "beleghafte" Buchungen. Ein Beispiel: Eine Bank bietet im Rahmen eines Kontopaketes 30 Freibuchungen für "automatisierte" Transaktionen. Die 31. Buchung im Quartal kostet 15 Cent. "Manuelle" Buchungen kosten immer extra - im konkreten Fall 1,50 Euro.

Die AK verlangt bei der Umsetzung der EU-Bankkonten-Richtlinie eine Orientierung an einer verbraucherfreundlichen Sprache: Künftig sollen keine unverständlichen Fachbegriffe und keine unbekannten Kürzel am Kontoauszug und in den Preisblättern aufgelistet werden. Die EU-Richtlinie sieht vor, dass in jedem Mitgliedsstaat eine Liste mit standardisierten Kontobegriffen und allgemein verständlichen Begriffsdefinitionen für die wichtigsten zehn bis 20 Kontotransaktionen erstellt wird. Neu wird auch ein Glossar sein, in dem man die Erklärungen zu jedem Kontobegriff findet. Das Glossar und die vorvertragliche Entgeltinformation müssen KonsumentInnen kostenlos erhalten und auf Bankenhomepages leicht zu finden sein.

SERVICE: Die AK Analyse über die Verständlichkeit von Begriffen finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at.

(Forts.)

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