Stronach/Zelina: Eigenkapitalhinterlegungspflicht auch für Staatsanleihen gefordert

Staatsanleihen keineswegs ohne Risiko: Österreich-Griechenland Exposure beträgt 8 Mrd. Euro

Wien (OTS) - "Banken müssen für Staatsanleihen in ihren Bilanzen bisher kein Eigenkapital hinterlegen, weil Staatsanleihen im Regelwerk Basel-III als risikolos eingestuft werden. Staatsanleihen sind aber keineswegs ohne Risiko", warnt Team Stronach Bundesrat Gerald Zelina. Staatsanleihen aus Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Russland, etc. könnten jederzeit faul und uneinbringlich werden. Die griechische Staatspleite sei bereits unabwendbar und könnte den österreichischen Steuerzahler weitere 8 Mrd. Euro kosten, fügt Zelina hinzu. Aus diesem Grund fordert er:
"Unsere Banken sollten Staatsanleihen in ihren Bilanzen nicht länger als risikolose Assets einstufen dürfen, sondern diese genauso wie Kredite an Unternehmen mit Eigenkapital hinterlegen!"

"Die Realwirtschaft unserer produzierenden Unternehmen ist der große Verlierer", weist der Team Stronach Bundesrat auf die Fehlentwicklung seit Basel III hin. Denn für die Banken kommt es günstiger, "die hochverschuldeten, ineffizienten Staaten zu finanzieren als unsere fleißigen, innovativen Unternehmen." So sind die Ausleihungen der Banken an Staaten (europäische Peripherieländer) seit 2010 um 552 Milliarden Euro gestiegen, während die Ausleihungen an Unternehmen um 9 Prozent oder 441 Milliarden Euro reduziert wurden. Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf die Basel III-Regulierungsbestimmungen, wonach Banken für Kredite an Unternehmen teures Eigenkapital hinterlegen müssen, für Kredite an Staaten jedoch keinen Cent.

Die Forderung des Team Stronach: Banken sollten aufhören Staaten, die nicht ordentlich wirtschaften, weiterhin mit Krediten zu versorgen und sich stattdessen verstärkt der Finanzierung unserer Unternehmen zuwenden. "Den ineffizienten, fetten, aufgeblähten Verwaltungsapparaten der Saaten muss endlich der Geld und Kredithahn abgedreht werden. Die Staaten wären dann gezwungen abzuspecken, zu gesunden und wieder fit zu werden", erklärt Zelina. Außerdem würde eine Eigenkapitalhinterlegungspflicht auch für Staatsanleihen bei zukünftigen Staatspleiten auch primär die Bankeigentümer selbst für ihre Verluste und Fehlinvestments zur Kasse bitten und nicht mehr die Steuerzahler.

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