Christian Ragger: Opfer der Franken-Kredit-Spekulation brauchen Hilfe

Mitverantwortung der Banken muss bei Maßnahmenpaket berücksichtigt werden

Klagenfurt (OTS) - "Viele Kärntner Unternehmer und Häuslbauer, welche zwischen den Jahren 2002 und 2008 endfällige Kredite in Schweizer Franken aufgenommen haben, sind aufgrund der abrupten Wertsteigerung der Schweizer Währung existenziell gefährdet. Denn die dadurch entstandenen Mehrkosten von 50.000 Euro und mehr in vielen Fällen, werden noch dadurch erhöht, dass die Tilgungsträger, die mit dem Kredit vereinbart worden sind, bei weitem nicht den erwarteten Ertrag erbringt", erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.
Er fordert ein Hilfspaket für die Betroffenen. Es bestehe wohl ein Eigenverschulden, weil ein spekulativer Charakter des Kreditgeschäftes erkennbar bar. Doch es gebe eine massive Mitverantwortung der Banken, welche die Frankenkredite samt teilweise fragwürdigen Tilgungsträgern in so großem Stil, wie in keinem anderen EU-Land propagiert haben. "Daraus leitet sich die Forderung ab, dass sich die Banken an den Verlusten beteiligen. Sie sollten dazu verpflichtet werden, den Betroffenen Euro-Umstiegskredite zum Euribor-Kurs ohne jeden Aufschlag zu gewähren", fordert Ragger. Da Nationalpark und Finanzmarktaufsicht fahrlässigerweise dem damaligen österreichischen Frankenkredit-Wahnsinn tatenloslos zusahen, bestehe auch eine staatliche Mitverantwortung. Einen Teil der Bankenabgabe sollte man daher für die Kreditopfer verwenden, schlägt Ragger vor.
Weiters wäre auch zu überlegen, ob Österreich nicht ähnlich wie Kroatien einen fixen Frankenkurs festlegt: "Als eine Art Rettungsschirm vor dem totalen Absturz der Kreditopfer", so Ragger abschließend.

(schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPÖ
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0002