Wenig nachhaltig! Kooperation des Weltmuseums mit Kindermuseum zerschlagen und: Welches Konzept für das Haus der Geschichte?

Stellungnahme von Wolfgang Muchitsch, Präsident Museumsbund Österreich, zur Redimensionierung des Weltmuseums Wien

Wien (OTS) - Der Museumsbund Österreich als Netzwerkorganisation österreichischer Museen begrüßt konsensuale Lösungen ebenso wie breit geführte öffentliche Diskussionen über kultur- (und museums-)politische Themenstellungen. Wir anerkennen in Zeiten knapper werdender Kulturbudgets Kompromisse als möglichen Weg, jahrelang der Öffentlichkeit entzogene Sammlungen wie jene des Weltmuseums Wien wieder zugänglich zu machen.

Die Redimensionierung eines bereits erstellten Konzepts ist natürlich eine besondere Herausforderung: Dabei ausgerechnet auf die Kooperation mit dem ZOOM Kindermuseum zu verzichten, ist jedoch wenig nachhaltig. Gegenwärtig wird es auch von entscheidender Bedeutung sein, der Institution Museum das Generieren von Mehrwert für die Gesellschaft zu ermöglichen, um verankert in einer starken lokalen Community weltoffen eine Inklusion aller, die in dieser kulturell-pluralistischen Gemeinschaft leben, zu ermöglichen - zumal in einer brückenbauenden Kulturnation wie Österreich: Während sich die Museumscommunity in ganz Österreich in Ausstellungen, Vermittlungsprojekten und partizipativen Aktivitäten diesem brennenden Themen stellt, ist es ein fatales kulturpolitisches Zeichen, wenn die Vermittlung für junge Besucher/innen in dem auf ein grundsätzliches Verständnis der Welt und ihrer Kulturen aufbauenden Weltmuseum Wien nicht in der geplanten Form umgesetzt wird. Schließlich sind Kinder als eine "ganz wichtige Zielgruppe" (Steven Engelsman) des Weltmuseums Wien formuliert.

Gleichzeitig mit der nun erfolgten Redimensionierung wird ein weiteres - jahrzehntelang debattiertes - Projekt auf den Weg gebracht: das "Haus der Geschichte". Abseits einer Standortdiskussion ist es der österreichischen Museumsszene ein großes Anliegen zu erfahren, welches der zahlreichen, in den letzten Jahren unter großem Kostenaufwand bereits erstellten Konzepte zur Umsetzung gelangen soll und wie dieses als gesamtösterreichisches angedachte Unterfangen ohne entsprechende Sammlungen und Kooperationen mit der österreichischen Museumslandschaft im Kontext der Österreichischen Nationalbibliothek machbar sein wird.

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