Heinisch-Hosek: Mit Fortpflanzungsmedizingesetz wird langjährige frauenpolitische Forderung umgesetzt

Österreich schließt damit an internationale Standards an

Wien (OTS) - Anlässlich der morgigen Beschlussfassung im Parlament, bekräftigt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, dass damit ein "modernes Fortpflanzungsmedizingesetz und eine langjährige frauenpolitische Forderung" umgesetzt werde. Mit dem Gesetz werde die Möglichkeit der Samenspende für lesbische Paare, die Präimplantationsdiagnostik (PID) unter bestimmten Voraussetzung und eine Eizellenspende unter bestimmten Bedingungen möglich. Zusätzlich werde ein Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot eingeführt.

"Das Gesetz setzt klare Regeln fest, unter welchen Bedingungen die medizinisch unterstützte Fortpflanzung möglich sein wird," so Heinisch-Hosek. Damit unterstütze man Familien bei ihrem Kinderwunsch und schütze Frauen vor teuren Behandlungen im Ausland und unnötigen Leiden." Mit der Liberalisierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes schließe Österreich außerdem an internationale Standards an, so Heinisch-Hosek.

Das dezidierte Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot sorge dafür, dass Leihmutterschaft auch in Zukunft verboten sei. Die Möglichkeit der Eizellenspende unter strengen Voraussetzungen verhindere, dass Frauen ins Ausland fahren müssen, um medizinisch unterstützte Fortpflanzung nach dem aktuellsten Stand der Medizin zu erhalten.

Gerade für lesbische Frauen bedeute dieses Gesetz eine wesentliche Verbesserung, die Diskriminierung in Bezug auf den Erhalt der Samenspende werde endlich beseitigt.

Die PID werde unter ganz bestimmten Voraussetzung möglich sein, hier betont die Frauenministerin, dass "die Belastung einer Fehl- oder Todgeburt für die Schwangere wesentlich größer ist als eine Untersuchung vor der Implantation des Embryos."

"Die ÖVP hat in den vergangenen Tagen von Bewegung in Sachen Familienbild gesprochen. Dazu gehört auch ein modernes Fortpflanzungsmedizingesetz", so die Frauenministerin abschließend.

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