SWV-Strobl: "Wer volle Leistung bringt, muss auch volle Rechte haben"

SWV Wien fordert passives Wahlrecht für Selbstständige mit Migrationshintergrund

Wien (OTS) - Noch immer gibt es Selbstständige aus Drittstaaten außerhalb der EU, die zwar alle Pflichten in der Kammer erfüllen, aber dennoch vom passiven Wahlrecht ausgeschlossen sind.
"Viele Selbstständige, die genau wissen, wo ihre Landsleute der Schuh drückt, müssen tatenlos zusehen, anstatt sich selbst in der Wirtschaftskammer zu engagieren", kritisiert LAbg. GR Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien (SWV Wien). "Ihnen wird die Chance genommen, für ihre eigene Interessenvertretung zu kandidieren."

Es ist eine langjährige Forderung des SWV Wien, diese diskriminierende Regelung aufzuheben. "Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren gibt es im SWV Wien eigene Referate und Arbeitsgruppen, die sich gezielt für die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund einsetzen und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen und für ihre Landsleute einzutreten", so Strobl, und weiter: "Es ist also höchste Zeit, dass sie diese Chancen auch in der Wirtschaftskammer bekommen."

Selbstständigen aus Drittstaaten außerhalb der EU wird jedoch nicht nur bei der Kandidatur ein Bein gestellt. Auch bei der Anerkennung von Zeugnissen aus dem Ausland gibt es dringenden Handlungsbedarf. "Oft zählen die besten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in Österreich nichts", kritisiert Fritz Strobl. "Damit werden Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund beruflich um Jahre zurückgeworfen. Hier muss dringend etwas getan werden", so Strobl abschließend.

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