Neubauer: Hundstorfers Jubel über steigendes Pensionsantrittsalter unangebracht

Dem Minus von 12.241 Neupensionisten steht ein Plus von 12.436 bei den älteren Arbeitslosen (50+) gegenüber

Wien (OTS) - Als völlig unangebracht bezeichnet der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer die Jubelmeldung von Sozialminister Hundstorfer darüber, dass das faktische Pensionsantrittsalter gegenüber dem Vorjahr um 13 Monate gestiegen ist: "So freut sich Hundstorfer, dass seine Maßnahmen wirken, was aber ein reiner "No-Na-Effekt" ist, denn der Großteil dieser 12.241 "Leider-nein-Pensionisten" findet sich - no na - unter anderem Titel in anderen Statistiken wieder".

Dass weniger Anträge aufliegen, wenn die Betroffen wissen, dass sie unter den neuen Voraussetzungen keine Chance auf eine Zuerkennung haben, sollte nicht weiter verwundern. "Dass einen großen Teil des Minus, die Hacklerpensionen (-8.572) ausmachen ist auch nicht weiter verwunderlich, fielen doch mit 1. Jänner 2014 gleich zwei Jahrgänge aus, die diese Möglichkeit nun nicht mehr in Anspruch nehmen können", sagte Neubauer.

Mit der Neuregelung der Invaliditätspension 2014 finden sich jene Betroffenen, die befristet arbeitsunfähig sind und ein sogenanntes Reha-Geld erhalten, in der Arbeitslosenstatistik wieder. Selbstverständlich sind alle Initiativen, diese Menschen durch gesundheitsfördernde Maßnahmen wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern, zu begrüßen, doch sollte dies nicht zu einer Schönfärberei der Statistik führen.

Als Hinweis, wo akuter Handlungsbedarf für Pensionsreformen besteht, sei aktuell an 51 Wiener Beamte erinnert, die durchschnittlich mit knapp 56 Jahren kürzlich in die Frühpension geschickt wurden. Hier sollten dringendst die Ursachen aufgeklärt werden. "Um gerechte Pensionen für die Zukunft zu sichern, muss daher unbedingt das gesamte System reformiert werden: ein System nach ASVG, welches ohne Privilegien für alle Gültigkeit hat", so Neubauer.

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