Gewerkschafter/innen aus dem Westbalkangebiet tagen in Wien

Bildungsallianzen sollen die Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Westbalkans stärken

Wien (OTS/ÖGB) - Im Jahr 2011 wurde das Sonderprojekt "Westbalkan" von EZA (Europäisches Zentrum für Arbeitnehmerfragen) ins Leben gerufen um den Sozialen Dialog in diesen Ländern zu fördern und voranzutreiben. Bei diesem Netzwerktreffen liegt der Fokus auf der Evaluierung der Bildungsallianzen in den Ländern des Westbalkans. Der Vorsitzende des Österreichischen Zentrums für Arbeitnehmerbildung, ÖGB-Vizepräsident und FCG-Bundesvorsitzender Dr. Norbert Schnedl, konnte gestern, Montag, mehr als 40 Teilnehmer/innen aus zwölf Staaten und als Ehrengäste Bartho Pronk, Präsident von EZA, und Fritz Neugebauer, II. Parlamentspräsident a.D., bei der Eröffnung des Netzwerkstreffens begrüßen.

"Der Soziale Dialog in den Ländern des Westbalkans ist sehr unterschiedlich. Umso wichtiger erscheint es, Strategien zu entwickeln, die einen Auf- und Umbau tragfähiger Strukturen für den sozialen Dialog ermöglichen. Damit verbunden ist auch die Europäische Integration. Diese soll durch die Vernetzung und Verstärkung von Bindungen der Arbeitnehmerorganisationen untereinander und mit entsprechenden Organisationen aus EU-Mitgliedsländern vorangetrieben werden", betont Norbert Schnedl die Wichtigkeit solcher Vernetzungstreffen für den Sozialen Dialog in Europa.

Bartho Bronk unterstrich, wie erfreulich es sei, dass viele Staaten am Westbalkan mittlerweile Mitglieder bzw. Aufnahmekandidaten der EU sind. Das sei vor einigen Jahren noch ein Traum gewesen. Er hoffe, dass mit der Arbeit EZAs auch ein wesentlicher Beitrag zur Integration der Länder des westlichen Balkans in die Europäische Union geleistet werden könne, denn das Ziel müsse die Aufnahme aller Länder sein.

"Jede Kraftanstrengung muss heute in die Bildungsarbeit zur Stärkung des Friedensgedanken gelegt werden. Denn man wird nicht als Europäer geboren, sondern man wird das durch Bildung. Gebildetete Menschen sind von Grund auf Demokraten, da sie gelernt haben, ihr Wissen zu teilen und den Diskurs nicht zu scheuen. Und unsere Aufgabe muss es sein, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit machen und das funktioniert nur durch Bildungsarbeit", strich der Zweite Nationalratspräsident a. D. und Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, die Wichtigkeit von Demokratie und Bildungsarbeit in unserer Zeit hervor.

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