NEOS: Haus der Geschichte wäre am Wiener Hauptbahnhof besser aufgehoben

Beate Meinl-Reisinger: "Die Hofburg ist aufgrund ihrer Historie kein neutraler Ort sein, um Geschichte aufzuarbeiten"

Wien (OTS) - Kulturminister Josef Ostermayer hat sich mit der Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, Sabine Haag, und Weltmuseum Wien-Chef Steven Engelsman über die Verkleinerung des Weltmuseum Wien geeinigt - und damit die Etablierung eines "Haus der Geschichte" ermöglicht. "Wir freuen uns, dass es hier zu einer Einigung gekommen ist. Ein Weltmuseum ist ein wesentlicher Baustein einer vollständigen Museenlandschaft", kommentiert NEOS-Kultursprecherin Beate Meinl-Reisinger diese Neuigkeiten.

"Das Haus der Geschichte ist ebenfalls längt überfällig. Dass es aber in der Hofburg untergebracht werden soll, stellt für dieses so wichtige Haus eine vertanene Chance dar. Die Hofburg ist aufgrund ihrer Historie kein neutraler Ort sein, um Geschichte aufzuarbeiten. Die Vergangenheit darf nicht verklärt werden", warnt Meinl Reisinger. Deshalb hätte sie sich einen Neubau gewünscht, für den der Hauptbahnhof Wien mehr als geeignet gewesen wäre. "Nach dem derzeitigen Stand bleibt der Hauptbahnhof damit ein kulturelles Brachland. Das bedauern wir, schließlich wäre der Hauptbahnhof als Knotenpunkt, an dem sich die europäischen Wege treffen, der ideale Ort der kritischen kulturellen Bildung gewesen," so Meinl-Reisinger. Ebenfalls nicht klar ist, wie es mit dem Heeresgeschichtlichen Museum weitergeht. "NEOS hat schon länger den Vorschlag gebracht, das Heeresgeschichtliche Museum, das zwar eine umfassende Militärschau ausstellt, aber kaum zur geschichtskritischer Vermittlung und Bildung beiträgt, als Ausgangsbasis für ein Haus der Geschichte heranzuziehen. Gerade in der Aufarbeitung ab 1848 würde durch diese Maßnahme inklusive dem erwähnten Neubau die Grundlage für ein Haus der Geschichte geschaffen, das so auch dem internationalen Vergleich standhält", so Meinl-Reisinger abschließend.

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