Der "Schwarze Jänner" - die Tragödie von Baku jährt sich zum 25. Mal

Wien (OTS) - Am 20. Jänner jährt sich die Tragödie von Baku zum 25. Mal. Jedes Jahr gedenkt das aserbaidschanische Volk die Opfer des "Schwarzen Jänners".

In der Nacht vom 19. auf den 20. Jänner 1990 haben die sowjetischen Truppen mit Befehl des damaligen Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der KPdSU Michail Gorbatschow in Baku und andere Städte von Aserbaidschan einmarschiert. Infolge dessen verloren in Baku 147 Menschen ihr Leben, 744 wurden schwer verletzt und 841 wurden festgenommen. Am nächsten Morgen bot die Stadt ein Bild des Grauens und der Verwüstung.

Bereits am 23. September 1989 verabschiedete Aserbaidschan als eine der ersten Sowjetrepubliken ihr eigenes Verfassungsgesetz über die Souveränität. Das am 20. Jänner 1990 in Baku angerichtete Blutbad der Sowjettruppen verfolgte das Ziel, die Nationalfreiheitsbewegung des aserbaidschanischen Volkes in Keim zu ersticken. Ein großer Teil der Opfer waren in das politische Geschehen überhaupt nicht involviert gewesen, sie waren Passanten, Arbeiter, Menschen auf der Straße vor ihren Haustüren und Kinder.

Der Nationalleader Heydar Aliyev, der zu jener Zeit in Moskau lebte, ging am nächsten Tag der Tragödie in die Ständige Vertretung der Aserbaidschanischen Sowjetrepublik in Moskau und verurteilte die sowjetische Führung scharf, die für die Tragödie in Baku verantwortlich war.

Der 20. Jänner 1990, der in der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Aserbaidschans eine besonders wichtige Rolle gespielt hatte, ging in die aserbaidschanische Geschichte als "Schwarzer Jänner" ein.

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