FPÖ: Karlsböck: Wissenschaftsministerium "erlaubt" Diskriminierung von Prüfungskandidaten

"Forschung und Lehre kein gesellschaftspolitisches Experimentierfeld!"

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, sieht in der Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage betreffend "Diskriminierung von Studierenden wegen Nichtverwendung der umstrittenen 'geschlechtergerechten' Sprache in Prüfungsarbeiten" durch den Wissenschaftsminister (2879/AB zu 3038/J, XXV. GP) einen Freibrief für weitere Diskriminierungen von Prüfungskandidaten.

Abgesehen davon, dass sich das Wissenschaftsministerium ahnungslos gebe über die in den Medien breit kritisierten Diskriminierungen von Studierenden, die sich weigerten, die umstrittene "geschlechtergerechte" Sprache in Prüfungsarbeiten zu verwenden, werde "die Beurteilung von Lehrveranstaltungsprüfungen und wissenschaftlichen Arbeiten bzw. die Festlegung der betreffenden Kriterien" als "Teil der universitären Autonomie" anerkannt, kritisiert Karlsböck. Damit werde den Universitäten gleichsam ein Freibrief ausgestellt, "in Privatautonomie" weiter zu diskriminieren und Forschung und Lehre zur Spielwiese für ideologisch fragwürdige Experimente umzufunktionieren, empört sich der FPÖ-Wissenschaftssprecher.

Obwohl sich 85 bis 90 Prozent der Bevölkerung gegen die grotesken Auswüchse des Sprachfeminismus zur Wehr setzten, mehr als 800 Sprachkritiker gegen die "Zerstörung der Sprache durch Binnen-I und von oben verordnete Verunstaltungen" ankämpften und zuletzt Elternvertreter gegen die Entstellung der Sprache in Schulbüchern Sturm gelaufen seien, zeige sich das Wissenschaftsministerium von derlei Ungemach aus dem "lästigen Volk" unberührt, so Karlsböck. Das sei ein demokratiepolitischer Skandal. "Wir Freiheitliche werden diese selbstherrliche Zwangsbeglückung jedenfalls nicht hinnehmen und weiterhin bekämpfen", so Karlsböck, denn Forschung und Lehre seien schließlich kein "gesellschaftspolitisches Experimentierfeld".

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