„Kulturmontag“ am 19. Jänner: „Casanova“ John Malkovich im Studio

Weiters: 200 Jahre TU und Villazóns Wiener Regiedebüt; neue Dokumentation über Kitzbühel-Maler Alfons Walde

Wien (OTS) - Der "Kulturmontag" am 19. Jänner 2015, präsentiert von Clarissa Stadler ab 22.30 Uhr in ORF 2, hat einiges zu bieten: So ist das Jubiläum 200 Jahre Technische Universität Wien Anlass, die Querverbindungen zwischen Technik und Kultur zu hinterfragen. Rolando Villazóns Regiedebüt an der Wiener Volksoper - Donizettis Opera buffa "Viva la Mamma", die am Samstag Premiere feiert - ist ebenso Thema wie der neue Film von John Malkovich "Casanova Variations", in dem der Hollywoodstar den großen Verführer verkörpert. Gemeinsam mit Regisseur Michael Sturminger ist Malkovich auch zu Gast im Studio. Im Anschluss an das Magazin steht - anlässlich des bevorstehenden legendären Hahnkammrennens - die neue Dokumentation "Waldes Lust -Der Maler von Kitzbühel" von Sandro Decleva auf dem Programm - ein Film über den Mann, der Kitzbühel als Tourismusregion erfand: den Maler, Architekten und Designer Alfons Walde.

200 Jahre TU: Die Verbindung von Technik und Kultur

Von wegen Ingenieure, Konstrukteure oder Elektroniker seien allesamt prosaische Technokraten: Die Walzerkönige Josef und Johann Strauss studierten an der Wiener Technischen Universität, auch das cineastische Genie Fritz Lang. Der TU-Ball zählt zu den traditionsreichsten Tanzveranstaltungen der Republik, für die jetzt sogar eigens ein Walzer komponiert wurde. Die Uraufführung ist am 29. Jänner - 2015 "TUT sich was"! So lautet das Motto zum 200-Jahr-Jubiläum der 1815 als k. k. polytechnisches Institut von Kaiser Franz I. gegründeten TU Wien. Heute, 200 Jahre später, entscheiden sich noch immer mehr Männer als Frauen für technische Studien, trotzdem haben auch Frauen, die seit 1919 Zugang zu einem Technikstudium haben, ihre Spuren hinterlassen. Mit Sabine Seidler steht die erste Rektorin an der Spitze der Universität. Der "Kulturmontag" stöbert in den Archiven der TU, holt einige große Absolventen vor den Vorhang und enthüllt, was Antonio Vivaldi mit der TU verbindet.

Rolando Villazón inszeniert erstmals in Wien: Hinter den Kulissen von "Viva la mamma"

Rolando Villazón: Superstar der Oper, Nebenerwerbs-Clown, Schriftsteller - und Regisseur. An der Wiener Volksoper inszeniert er Donizettis "Viva la Mamma", eine liebenswert-ironische Abrechnung mit dem Betrieb. Er verlegt die Handlung von Neapel nach Österreich -Dirndl inklusive. "La Mamma" wird von Martin Winkler in sinnlicher Pracht dargestellt. Der "Kulturmontag" hat Rolando Villazón während der Probenarbeit begleitet.

Verführungskünstler: John Malkovich als Studiogast - gemeinsam mit Regisseur Michael Sturminger zu "Casanova Variations"

Dass er den Verführer glaubhaft spielen kann, stellte er bereits als Graf Valmont in "Gefährliche Liebschaften" unter Beweis. In "Casanova Variations" spielt John Malkovich nun den berühmtesten Herzensbrecher der Geschichte. Der von ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Film basiert auf dem im Wiener Ronacher uraufgeführten Musikstück "The Giacomo Variations" von Michael Sturminger, der auch für Regie und Drehbuch der Kinofassung verantwortlich zeichnet. Anders als Heath Ledger, Alain Delon oder Donald Sutherland gibt Malkovich nicht den testosterongesteuerten Jäger, sondern den alternden, raisonnierenden Cavaliere. Sturminger erzählt seine Geschichte vielschichtig auf unterschiedlichsten Ebenen: als Kostümfilm, auf der Opernbühne zur Musik von da Pontes Mozartopern und als eine Art Making-of-Doku. Der "Kulturmontag" stellt die Produktion vor und bittet John Malkovich und Michael Sturminger ins Studio.

Kulturdokumentation "Waldes Lust - Der Maler von Kitzbühel"

Kurz bevor die gesamte Skiwelt wieder vom Kitzbühel-Fieber ergriffen wird (der ORF startet mit dem Abfahrtstraining am 22. Jänner das lange Hahnenkamm-Wochenende, zeigt der "Kulturmontag" einen Film über den Maler, Architekten und Designer Alfons Walde - jenen Mann, der Kitzbühel als Tourismusregion "erfand". Er schuf nicht nur das Markenzeichen des Skiortes, die Gams, sondern prägte mit seinen Bauten und der Seilbahn auch das Bild des berühmten Tiroler Dorfes. Seine Wintersport-Gemälde wurden zu Ikonen und erzielen heute Spitzenpreise bis 600 000 Euro. Walde, der auch ein kaum bekanntes Werk erotischer Zeichnungen und Fotografien hinterließ, hat seine Anerkennung auf dem Kunstmarkt nicht mehr erlebt. Im Film von Sandro Decleva kommen Kitzbüheler Zeitzeugen, Kunstexperten und erstmals auch Waldes Familie zu Wort.

Apropos Kitzbühel: Abseits des umfangreichen sportlichen TV-Programms bietet der ORF außerdem ein "Universum" mit dem Titel "Meine Heimat:
Rund um den Hahnenkamm" (Dienstag, 20. Jänner, 20.15 Uhr, ORF 2), in dem Hermann Maier auf Entdeckungsreise rund um den Hahnenkamm geht. Ebenfalls am Dienstag: die neue Ausgabe von "Reiseckers Reisen -Kitzbühel", die im Rahmen von "DIE NACHT" (23.30 Uhr in ORF eins) zeigt, wie der Austragungsort des legendären Rennens abseits des Skizirkus aussieht. Filmemacher Michael Reisecker verschlägt es mit der Brillenkamera ins sommerliche Kitzbühel, wo er den Hahnenkamm per Seilbahn bezwingt und auf interessante Menschen und ihre Geschichten trifft.

Der "Kulturmontag", produziert in HD, wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

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