„Heimat Fremde Heimat“ am 18. Jänner: Pressefreiheit und Religion

Wien (OTS) - Lakis Iordanopoulos präsentiert in dem in HD produzierten ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 18. Jänner 2015, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Pressefreiheit und Religion

Nach den terroristischen Angriffen in Paris wird erneut über die Grenzen der Freiheit von Medien und Kunst diskutiert. Dürfen Karikaturisten Religion, soziale oder ethnische Gruppen provokant darstellen? Soll man in den aufgeklärten europäischen Gesellschaften der Kunst Grenzen setzen, weil sich Muslime zum Beispiel mit religionsbezogenem Humor oft schwertun bzw. sich beleidigt fühlen? Mehmet Akbal hat mit Universitätsprofessor Ednan Arslan vom Institut für Islamische Studien in Österreich, dem Vorbeter der Islamischen Glaubensgemeinschaft Ramazan Demir und dem Karikaturisten Gerhard Haderer darüber gesprochen. Während alle den brutalen Angriff auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" scharf verurteilen, fordert Haderer die Abschaffung des Artikels 188 des österreichischen Strafgesetzbuches über die Herabwürdigung religiöser Lehren.

Diversität und Normalität

Dieser Tage werden sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in Europa der Tatsache bewusst, dass die gesellschaftliche Abschottung von Migrantinnen und Migranten zu großen Problemen führt. Daher haben sich Experten in Kärnten mit Zuwanderern zusammengetan, um ein spezielles Zeichen zu setzten: Sie wollen, dass die kulturelle Vielfalt in Österreich endlich als Normalität anerkannt wird. In der Publikation "Migration-zusammen-Leben" erzählen Migrantinnen und Migranten aus Kärnten aus ihrem Leben und geben Einblick in ihre Denkweise. Das Buch plädiert für ein gleichberechtigtes, buntes Miteinander im Lande, denn ob wir es wollen oder nicht, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen wird, entscheiden wir letztendlich alle zusammen. Ein Beitrag von Sabina Zwitter.

Charlie und Schule

Wie gehen Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler mit dem aktuellen Terror in Frankreich um? Dieser Frage geht der Beitrag von Ronald P. Vaughan nach, der an der Französischen Schule im Bundesrealgymnasium 23 und an der Islamischen Fachschule in Wien gedreht wurde. Dabei stellte sich heraus, dass der Dialog zwischen den Religionen an den Schulen bereits im Gange ist, und dass an der Verarbeitung der tragischen Ereignisse rund um den jüngsten Terror in Paris intensiv gearbeitet wird. Es ist allerdings auch Faktum, dass in jüngster Zeit fast wöchentlich Schüler auffallen, die sich zum IS-Terror hingezogen fühlen und die deswegen einer Betreuungsgruppe des Stadtschulrats zugeteilt werden müssen. Der Schriftsteller und Historiker Alexander Giese, 1982 selbst Ziel eines Bombenattentats, erinnert sich an seine ersten Reaktionen damals und stellt historische Bezüge her.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Seit 25. Oktober 2014 sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0008