APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker - Faymann, Mitterlehner und Mikl-Leitner aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 09.01. bis 15.01.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Gemeinsam mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) präsentierte Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat die Neukonzeption der Staatsholding ÖIAG, die zukünftig "Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH" (ÖBIB) heißen soll. Nun mit neuer Geschäftsform soll die Organisation wieder verstärkt unter staatlichem Einfluss stehen; sie soll auch anders als bisher selbst in der Lage sein, Anteile an staatlichen Unternehmen -nämlich der Post, der OMV und der Telekom Austria - zu kaufen. Die ÖBIB solle somit keine reine Privatisierungsagentur mehr sein, so Faymann.

Weiters kritisierte der Bundeskanzler das umstrittene "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog" (KAICIID), das von Saudi-Arabien finanziert wird. Er stelle Österreichs Beteiligung an einem Zentrum, "das sich nicht von Menschenrechtsverletzungen distanziert" in aller Deutlichkeit in Frage, so Faymann. Hintergrund dafür ist der Rechtsfall eines saudischen Bloggers, der wegen politischer Äußerungen zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden war.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) auf Platz drei im Ranking. Die Innenministerin nahm am Sonntag in Paris an den Gedenkfeierlichkeiten für die Opfer der islamistischen Terroranschläge teil. Für Österreich sehe sie eine "abstrakt höhere Gefahr", so die Innenministerin in einem Ö1-Interview. Die Sicherheitsvorkehrungen für Österreich würden verschärft werden, sagte Mikl-Leitner und kündigte ein millionenschweres "Anti-Terror-Maßnahmenpaket" an. Dieses sieht etwa die Anschaffung gepanzerter Fahrzeuge und größerer Hubschrauber, flächendeckenden Digitalfunk und mehr Personal für die Internetobservation vor. Die nötigen finanziellen Ressourcen dafür sicherte ihr Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zu. Die Innenministerin will auch Synergien mit dem Verteidigungsministerium prüfen. Auf EU-Ebene plädiert Mikl-Leitner für die Wiedereinführung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung, die im April 2014 vom Europäischen Gerichtshof für unrechtmäßig erklärt worden war.

Rückfragen & Kontakt:

APA DeFacto GmbH
Tel.: +43 1 36060 - 5123
analyse@defacto.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0001