Heinisch-Hosek: Erfreut über Ergebnisse der ExpertInnenrunde zum Thema "Qualifikationsbedarf der Zukunft!" in der AK Wien

Wien (OTS) - Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt die Forderung der ExpertInnen der Diskussionsrunde zum Thema "Qualifikationsbedarf der Zukunft" in der Arbeiterkammer Wien. Die Direktoren und Mitarbeiter/innen von WIFO und IHS hatten den Qualifikationsbedarf nach demoskopischen Gesichtspunkten analysiert und Prioritäten in der Bildungspolitik angeführt.

BM Heinisch-Hosek stimmt dem Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes Karl Aiginger zu, dass bei der Bildung der Schwerpunkt auf die Schuleingangsphase gelegt werden muss und die Mittel an den Schulen nach der sozialen Lage verteilt werden. "Die sozialindexierte Mittelvergabe ist ein wichtiges Element meiner Bildungspolitik. Es besteht weitgehender Konsens unter den in der Bildungspolitik Verantwortlichen und ExpertInnen, dass eine indexbasierte Finanzierung des Schulsystems, die dem Ausgleich unterschiedlicher sozialer Ausgangslagen von Schulen dient, sinnvoll ist. Sozialindexierung ist sogar mehr als eine objektivierte, bedarfsgerechte Ressourcenzuweisung", so Ministerin Heinisch-Hosek.

Weiter "Die Regierung hat im 6-Punkte-Programm ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem wir unser gutes Schulsystem weiterentwickeln werden. Dabei geht es um bessere Chancen und um mehr Qualität für alle Kinder", erklärt Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Die Bildungsministerin betont, dass es zugängliche und qualitative Bildungsangebote in allen Lebensabschnitten brauche welche vom Kindergarten über die Schule bis zur Erwachsenenbildung reiche.
Schwerpunkt Schuleingangsphase bereits im Regierungsübereinkommen Auch der Anregung den Schwerpunkt auf die Schuleingangsphase zu legen stimmt die Ministerin zu. Damit alle Kinder von Anfang an gerne in Schule gehen, sei es wichtig, sie gezielt zu fördern und bestmöglich in die Schule hinein zu begleiten, so Heinisch-Hosek: "Die flächendeckende Umsetzung der neuen Schuleingangsphase mit klaren Bildungszielen und einer wissenschaftlichen Evaluierung soll im Schuljahr 2016/17 erfolgen."
Die von den ExpertInnen in der Diskussion angesprochenen Defizite im Pflichtschulbereiche und die Probleme bei der Umsetzung anspruchsvoller pädagogischer Konzepte führt Prof. Aiginger auf die verfrühte Trennung mit dem 10. Lebensjahr in unterschiedliche Schultypen hin. Das bestätigt die langjährige Argumentation von Ministerin Heinisch-Hosek, dass die Trennung der SchülerInnen mit 10 Jahren viel zu früh ist. "Unsere Eindrücke auf der Bildungsreise in den Niederlanden haben die Vorteile einer späteren Trennung gezeigt. Auch nicht außer Acht lassen darf man die vielen Maßnahmen im Bildungsbereich: die Ausweitung der ganztägigen Schulformen und der neuen Mittelschule oder die umfassenden Formen eines Qualitätsmanagement in allen Schulformen, besonders den berufsbildenden Oberstufenformen."
Dem Argument, dass die große Anzahl über 50-Jährigen eine Priorisierung der Weiterbildung und Erwachsenenbildung bedingen, kann Ministerin Heinisch-Hosek voll und ganz zustimmen. "In unserem Regierungsabkommen haben wir die Erwachsenenbildung ebenfalls fixiert. Im Oktober vergangenen Jahres wurde die Fortführung der "Initiative Erwachsenenbildung" für die nächsten 3 Jahre im Ministerrat beschlossen.
Die Initiative Erwachsenenbildung gibt es seit 2012, durch die für 7000 Personen eine Basisbildung stattfindet (weg von sekundären Analphabetentum) und für 5000 Personen der Pflichtschulabschluss nachgeholt wird. Ca. 3700 Personen/ pro Jahr haben die Berufsreifeprüfung (= Matura) abgelegt (einschließlich Lehre mit Matura). Diese breiten Initiativen werden 2015 bis 2018 fortgeführt. "Ziel ist, den Anteil an gering qualifizierten Personen im erwerbsfähigen Alter nachhaltig zu senken. Damit verbessern wir die beruflichen Chancen und Perspektiven von Personen, die eher wenig qualifiziert sind", das habe sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt, so die Bildungsministerin. Hier sei Österreich auch international Vorreiter, so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek abschließend.
Die Ergebnisse der Veranstaltung zeigen eindeutig, dass die pädagogisch sinnvollen und für die Bildung der SchülerInnen gestellten Forderungen von Ministerin Heinisch-Hosek auch im ökonomischen Bereich sinnvoll und innovativ sind.

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