Erwartungsgemäßes Eigenlob der Pensionskassen

Aufklärungsbedürftige Fakten bleiben trotzdem offen

Wien (OTS) - Wie erwartet hat der Fachverband der Pensionskassen(PK) aufgrund des - glücklicherweise - einigermaßen positiven Jahresergebnisses 2014 wieder einmal das übliche Eigenlob über die APA verkündet.
Das erfreuliche 2014-Ergebnis darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ein Durchschnittswert von 7,85% über alle PK und Veranlagungsgemeinschaften keinerlei Gesamtaussagekraft hat und in der österreichischen Pensionskassenszene nach wie vor Vieles nach Aufklärung verlangt - insbesondere bei den Verträgen mit hohen Rechenzinsen. Es ist anerkennenswert, dass hier trotz ständiger Beteuerung aller Pensionskassen, diese RZ seien beim aktuellen Zinsniveau nicht zu erzielen, die Ergebnisse für 2014 positiv aus der Reihe tanzen.
Es ist allerdings dringend zu hinterfragen, warum hier die Valida sensationelle 10% erzielt haben soll, bei der Allianz sollen es dem Vernehmen nach sogar 11% sein, während sich die VBV, immerhin die größte österreichische PK, mit nur 8% zufriedengibt. Die rund 300.000 Betroffenen, deren aktuelles bzw. zukünftiges Pensionsschicksal in der VBV liegt, haben ein Recht auf Antwort! Gerade wenn die hohen RZ nicht gerade leicht zu erwirtschaften sind, wäre ein Sicherheitspolster von +2-3% für wahrscheinlich wieder schlechtere Jahre sehr interessant und wertvoll gewesen.

PEKABE ( www.pekabe.at) wurde 2005 gegründet, um die Interessen der derzeit knapp 900.000 österreichischen Pensionskassenberechtigten in der Öffentlichkeit zu vertreten. Schließlich hat es für einen Großteil der Betroffenen in den letzten 10 Jahren bereits Pensionskürzungen bis zu 50 % gegeben, Verluste, die absolut unaufholbar sind. Die Pensionskassengesetznovelle 2012, die zwar maßgeblich auf Betreiben des PEKABE zustande gekommen ist, wurde jedoch leider in der politischen Diskussion verwässert und hat daher keine wesentliche Besserung gebracht. Das System ist noch lange nicht als saniert und somit brauchbare Ergänzung zur staatlichen Pension anzusehen.

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