Industrie begrüßt Vorschlag für Schul-Mindestgrößen

IV-GS Neumayer: Kritische Größe Grundlage für moderne Schulautonomie - Hollandreise bestätigt IV-Konzept "Beste Bildung"

Wien (OTS/PdI) - Als "positiven Vorstoß in der Schulverwaltungsdiskussion" bewertete Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Donnerstag, den aktuellen Vorschlag von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, künftig österreichweite Mindestgrößen für Schulen anzudenken. "Schule soll ein lebendiger Ort sein, an dem Bildung mit hoher Qualität stattfindet und es genügend pädagogisches Angebot gibt. Dafür bedarf es aus unserer Sicht auch einer kritischen Größe. Diese ist vor allem auch notwendig, um eine echte, moderne Schulautonomie in Österreich umzusetzen", so Neumayer, der weiter ausführte: "Schulautonomie, die sich als Verantwortung versteht, Eigenverantwortung fördert, eine Vertrauenskultur aufbaut, verbunden mit einer entsprechenden Professionalisierung, ist ein maßgeblicher Pfeiler für eine gelingende Schule von morgen. Wir wollen eine neue Schule mit besserer Bildungsqualität und den nötigen Kompetenzen, um die relevanten Entscheidungen dort zu treffen, wo sie unmittelbar wirken und Unterricht stattfindet - nämlich am einzelnen Standort." Wie gut dies funktioniere, zeige auch das Autonomiemodell in den Niederlanden, über das sich die Bildungsministerin jüngst vor Ort informiert habe.

Gleichzeitig warnte Neumayer davor, das Thema Kleinschulen und Mindestgröße aus rein finanziellem Blickwinkel zu betrachten: "Es geht aus unserer Sicht nicht primär um Kosten und nicht darum, möglichst viele Kleinschulen zu schließen. Kritische Größe muss nicht unbedingt Schließung bedeuten. Es geht um eine verantwortliche, autonome Schulleitung mit finanziellen, pädagogischen und personellen Entscheidungsspielräumen. Diese Leitung kann auch mehrere kleinere Standorte umfassen." Der IV-Generalsekretär plädierte auch dafür, die Diskussion nicht auf die Sekundarstufe zu beschränken, sondern die Primarstufe in die Überlegungen mit einzubeziehen. Dass eine in sich differenzierte gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen, so wie von der IV in ihrem im November präsentierten Konzept "Beste Bildung - Schule neu denken" gefordert, diese Kombination aus kritischer Schulgröße und echter Autonomie begünstige, liege daher auf der Hand.

Überhaupt habe die Bildungsreise in die Niederlande vieles von dem bestätigt, was die Industrie in Ihrer Bildungsstrategie fordert: eine neue Struktur der Schulgovernance, welche auf genau jenen Elementen fußt, die in den Niederlanden bereits erfolgreich praktiziert werden:
Bildungsziele und Rahmenvorgaben in Bundeskompetenz, von akkreditierten Schulträgern betriebene Schulen, eine weisungsunabhängige Schulinspektion als externe Qualitätssicherung, eine formelbasierten Pro Kopf Finanzierung und der operative Schwerpunkt in den Schulen durch weitreichende Autonomie in finanziellen, pädagogischen und personellen Belangen. "Dieser Blick über den Tellerrand hat sich mit Sicherheit gelohnt und Österreich sollte davon lernen. Hoffentlich ebnet dies den Boden für ein Mehr an Autonomie in Österreichs Schulen", so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer abschließend.

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