Schreuder: Gleichstellung weiterhin keine Herzensangelegenheit für Familienministerin und ÖVP

Grüne: An vorderster Stelle steht das Kindeswohl

Wien (OTS) - "Es ist inakzeptabel, dass Familienministerin Sophie Karmasin über die Medien mitteilt, dass es auch zukünftig de facto keine Adoptionen bei gleichgeschlechtlichen Paaren geben wird", ärgert sich Bundesrat und Bundessprecher der Grünen Andersrum, Marco Schreuder.

"In einem Atemzug fordert Karmasin die rasche Umsetzung des Adoptionsrechtes für Lesben und Schwule, gleichzeitig teilt sie aber den Behörden medial mit, dass bei der praktischen Vollziehung des VfGH-Erkenntnisses keine Änderungen passieren sollen."
Bei einem Adoptionsverfahren müssen für alle die gleichen Rechte gelten, und zwar unabhängig der sexuellen Orientierung, hat der Verfassungsgerichtshof eindeutig festgestellt. Schreuder: "Das bedeutet, dass es für gleichgeschlechtliche Paare genau so schwierig werden muss ein Kind zu adoptieren, wie für Heteros, aber eben nicht schwerer oder leichter. Denn an vorderster Stelle steht das Kindeswohl. Und dort wo das Kind am besten aufgehoben ist, ist ausschlaggebend und nicht die sexuelle Orientierung des Bewerberpaares."

"Gleichstellung für Lesben, Schwule und Transgender scheint nach wie vor kein Herzensanliegen unserer Familienministerin und der ÖVP zu sein", bedauert Schreuder.

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