„Schulden G.m.b.H.“: „dok.film“ über die Schattenseiten der Konsumgesellschaft

Am 18. Jänner um 23.00 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Mit ihrem Dokumentarfilm "Schulden G.m.b.H." - zu sehen im Rahmen von "dok.film" am Sonntag, dem 18. Jänner 2015, um 23.00 Uhr in ORF 2 - widmet sich die österreichische Regisseurin Eva Eckert den vielen Schattenseiten der Konsumgesellschaft und dem Geschäft mit den Schulden: Die rund 75-minütige Produktion, die bei der Diagonale 2013 uraufgeführt wurde, dokumentiert eindrucksvoll die Abbruchzonen der Wirtschaft und die geübte Abwicklung neuer Armut.

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"Schulden G.m.b.H." thematisiert das Fangenspiel zwischen Schuldnern und Inkassanten und beobachtet dabei jene, die berufsbedingt Verluste in Ratenverträge, Zinsendienste oder Zwangsräumungen umwandeln:
Gerichtsvollzieher, Inkassobüros, Detektive und Schuldnerberater. "Es ist nicht neu, dass Schulden gemacht werden", erklärt Hans Grohs, von der Dachorganisation staatlich anerkannter Schuldenberater, neu sei, dass diese gemacht würden, um überhaupt leben und arbeiten zu können.
Allein in Österreich finden jährlich gut eine dreiviertel Million Pfändungen statt, 7.600 Wohnungen wurden im Vorjahr gerichtlich geräumt, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, die in die Schuldenfalle getappt sind. Der Großteil der Schulden wurde mit Bankgeschäften gemacht - Kunden mit Zahlungsschwierigkeiten sind dort durchaus willkommen, denn ein Schuldner, der unregelmäßig zahlt, ist der beste Kunde jeder Bank. Nur wer gar nicht mehr zahlen kann, fällt bei seinen Gläubigern in Ungnade. In diesem Fall sorgen Inkassobüros und Gerichtsvollzieher dafür, dass zumindest ein Bruchteil davon eingetrieben wird. Inkassobüros setzen damit allein in Österreich mehr als 200 Millionen Euro um.

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