„Kleopatra – Macht und Eros“ in „Universum History“

Am 16. Jänner um 22.45 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sie gilt als größte Verführerin der Antike und war die letzte Pharaonin Ägyptens: die mythenumwobene Kleopatra. Sie setzte ihren scharfen Geist und ihre Willensstärke ein, um die mächtigsten römischen Männer ihrer Zeit für sich zu gewinnen - Liebe als politisches Kalkül. "Universum History" erzählt in der in HD-Dokumentation "Kleopatra - Macht und Eros" von Christian Twente und Michael Löseke (Bearbeitung: Caroline Haidacher) am Freitag, dem 16. Jänner 2015, um 22.45 Uhr in ORF 2 die packende Geschichte einer der mächtigsten Herrscherinnen der Geschichte.

Sie befehligte Heere und ließ Kriegsschiffe bauen. Witterte sie Verrat, schaltete sie ihre Rivalen aus. Sie sprach mindestens neun Sprachen, empfing Diplomaten und verhandelte mit Königen - im 1. Jahrhundert vor Christus herrscht Kleopatra über Ägypten, das reichste Land der Welt. Doch das Römische Reich droht, Kleopatras Ägypten zu vereinnahmen. Im Jahr 48 v. Chr. verführt die Pharaonin den gefeierten Feldherrn Julius Caesar und bewahrt Ägypten damit vor den fremden Herrschern. Daraufhin folgt Kleopatra mitsamt Kind ihrem Geliebten nach Rom - für sie der Umzug in die kulturelle Einöde. Doch die kämpferische Königin versteht es, aus dem Mangel an gesellschaftlichem Esprit Vorteile zu schöpfen. Sie lädt Roms Elite in ihr Haus ein und führt ihr vor Augen, wie opulent man in ihrer Welt zu leben versteht. In wenigen Monaten avanciert Kleopatra so zur Trendsetterin der römischen Gesellschaft. Beachtet ist sie - aber sicher nicht beliebt. Denn ihre Anwesenheit weckt Neid und Missgunst. Kleopatra nimmt sich, was sie will, und das bedeutet - zumindest aus der Sicht ihrer Zeit - Macht und Sex.

Dass sich hinter der lasziven Verführerin eine klar kalkulierende Politikerin verbirgt, der es immerhin gelungen war, die Eigenständigkeit ihres Landes zu behaupten, erschließt sich den wenigsten Zeitgenossen. Als 44 v. Chr. Julius Caesar von seinen politischen Gegnern ermordet wird, ist Rom für Kleopatra und ihren Sohn kein sicherer Ort mehr. Sie muss nach Ägypten zurückkehren. Aber die Königin verfolgt schon den nächsten Plan. Sie möchte den neuen römischen Herrscher - den Feldherrn Marcus Antonius - zu ihrem Geliebten machen, um die Unabhängigkeit ihres Reiches zu sichern. Die Liebesgeschichte der beiden, aus der drei Kinder hervorgehen, bietet seither Stoff für Dramen und Romane. Der Machtkampf im Inneren des Römischen Imperiums macht Frieden jedoch unmöglich: Eine Schmutzkübelkampagne gegen Kleopatra - Caesars Adoptivsohn nennt sie die "Hure vom Nil" - schwächt ihre und Marcus Antonius' Position. In den folgenden Monaten kehren die Truppen des Antonius ihrem Befehlshaber den Rücken und laufen größtenteils zu den Gegnern über.

Die Propaganda gegen die "böse Pharaonin" zeigt Wirkung. Antonius sieht keinen Ausweg und begeht Selbstmord. Auch Kleopatra setzt ihrem Leben ein Ende. Wie dramatisch sich der Schlussakt tatsächlich abspielt, ist umstritten. Ihr symbolträchtiger Tod durch den Biss einer Kobra ist wohl Legende - wahrscheinlich kam sie durch einen Gifttrunk ums Leben.

Mit nur 39 Jahren endete ein Leben voller Triumphe und Niederlagen, voller Leidenschaften und Brüche. Mit ihr ging ein Reich unter, das Jahrtausende Bestand gehabt hatte. In imposanten und aufwendigen Spielszenen werden die neuralgischen Punkte in Kleopatras Biografie, ihrem politischen Leben, nachgezeichnet. So erschließt sich ein mitunter neuer Blick auf die legendäre Herrscherin vom Nil - eine Frau, der fälschlicherweise nachgesagt wurde, ausschließlich durch körperliche Attribute fasziniert zu haben. Vielmehr war Kleopatra eine zielorientierte Herrscherin, die nicht davor zurückschreckte, ihre persönlichen Vorlieben für die Vorteile ihres Reichs einzusetzen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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