Brunner fordert Wiederaufnahme des Klimaschutzprogramms

Klimawandel bringt Österreich Milliardenschäden

Wien (OTS) - "Die zu erwartenden Folgekosten des Klimawandels in Österreich sind in höchstem Maße alarmierend", kommentiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, den heute von Umweltministerium und Klimafonds vorgelegten Bericht. "Dabei ist dies ein "best-case"-Szenario. Denn den Berechnungen liegt die Annahme zugrunde, dass die Erwärmung global auf zwei Grad begrenzt werden kann, was derzeit leider nicht sehr wahrscheinlich ist", sagt Brunner.

"Der Klimawandel ist keine graue Theorie mehr. Er ist im Leben der Menschen angekommen. Er kostet unser Land schon heute mindestens 1 Mrd. Euro jährlich und zahlreiche Menschenleben durch Hitzetode", gibt Brunner zu bedenken und fordert: "Die Bundesregierung muss dies als Aufruf zum sofortigen Handeln verstehen. Wir brauchen Anpassungsmaßnahmen, um die schlimmsten Folgen abzufedern. Wir brauchen aber vor allem Maßnahmen, welche die Klimaerwärmung eindämmen".

"Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung gibt es in Österreich nämlich derzeit keine Klimaschutzmaßnahmen", stellt Brunner klar. Das Klimamaßnahmenprogramm des Umweltministers ist mit 31.12.2014 ausgelaufen. Neue Maßnahmen sind bislang weder vorgestellt, noch finanziert, noch beschlossen. So haben wir zwar ein Klimaschutzgesetz, aber keine Umsetzungsmaßnahmen.

Die gleiche Situation besteht beim Energiespargesetz. "Dieses Schlüsselgesetz ist im Juli mit den Stimmen der Grünen beschlossen worden, aber ein halbes Jahr später hat die Bundesregierung den Weg für eine Umsetzung durch die Energieverbraucher immer noch nicht frei gemacht". Dies erklärt auch, dass Österreich neben den Niederlanden als einziges EU-Land immer noch steigende Stromverbräuche verzeichnet, während der Rest Europas, seinen Stromverbrauch seit 2010 um satte zehn Prozent reduziert hat, wie eine aktuelle Vergleichsstudie des UK Thintanks Sandbag zeigt.

Nicht besser sieht es in der Finanzpolitik aus. "Seit Wochen debattieren Rot und Schwarz eine Steuerreform und Klimaschutz kommt dabei einfach nicht vor", beklagt Brunner und ergänzt: "Dabei ist seit Jahren klar, dass unser Steuersystem klimafreundliches Verhalten bestraft. Wir brauchen dringend eine CO2-Steuer, die Impulse für Klimaschutz setzt. Damit wäre auch Schluss mit dem Klimakiller Ölheizungen in Österreich. Die Besteuerung von Treibstoff muss sich endlich an das Niveau der Nachbarländer anpassen, um die Emissionszuwächse im Verkehrsbereich zu
stoppen", fordert Brunner.

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