AK Bankenmonitor: Banken schrauben Spesen hoch 1

Teilweise sehr kräftige Teuerungen innerhalb eines Jahres

Wien (OTS) - Jede zweite untersuchte Bank drehte bei ihren Spar-, Kredit-, Zahlungsverkehrs- oder Wertpapier-Spesen an der Preisschraube - und das teilweise sehr stark. Das zeigt ein aktueller AK Bankenmonitor von zwölf Banken in Wien bei 53 Spesensätzen im Jahresvergleich (November 2013 bis November 2014).

Die AK hat 53 Spesensätze (Zahlungsverkehr, Sparen, Kredit, Wertpapiere) zwischen November 2013 und November 2014 bei zwölf Banken erhoben. Das Ergebnis zeigt:

Sechs der zwölf geprüften Banken - easybank, Hypo NÖ, ING DiBa, Santander Bank, Volksbank Wien-Baden und WSK Bank - haben ihre Preise nicht erhöht bzw. einzelne Spesen gesenkt oder gestrichen. Die restlichen sechs Banken - Generali Bank, Bank Austria, bankdirekt.at, Erste Bank, Raiffeisenlandesbank NÖ Wien, BAWAG P.S.K. - haben teilweise sehr kräftig ihre Spesenspirale nach oben gedreht, wobei drei auch einzelne Spesensätze gesenkt haben oder wegfallen ließen.

Konkret: Sechs Banken haben zwei bis 18 Spesensätze erhöht, davon drei einzelne Entgelte auch gesenkt oder gestrichen:
+ Die Generali Bank erhöhte 18 ihrer Gebühren (1,67 bis 14,73 Prozent).
+ Die Bank Austria schnalzte ebenfalls bei 18 Positionen die Preise in die Höhe (1,85 bis 11,9 Prozent). Aufgrund einer Umstellung der Kontopakete für NeukundInnen ergaben sich teils drastische Erhöhungen einzelner Gebühren im Ausmaß des 7,5-fachens oder von 650 Prozent. Bei den neuen Paketen wurden auch vier neue Gebühren eingeführt.
+ Die bankdirekt.at hob zehn Spesensätze an (1,35 bis 1,42 Prozent). + Bei der Erste Bank gab es neun Preissteigerungen (1,97 bis 2,60 Prozent), wobei die Gebühr für die Auflösung eines Sparbuches weggefallen ist.
+ Bei der RLB NÖ Wien stiegen acht Preise an (1,40 bis 100 Prozent). Zwei Spesen (für manuelle Bearbeitung eines Dauer- und Einziehungsauftrags) wurden gesenkt, zwei weitere gestrichen (für Kreditrestschuldbestätigungen und Auflösung eines Sparbuchs).
+ Die BAWAG P.S.K. erhöhte zwei Spesen um jeweils 7,61 Prozent. Eine Gebühr (Kreditrestschuldbestätigung) fällt nun nicht mehr an.

Die schlimmsten Ausreißer auf einen Blick: Die RLB NÖ Wien erhöhte die Spesen für die Ratenplanänderung um 40 Prozent. Die Bank Austria hob die Spesen für die Zahlungserinnerung um 6,67 Prozent sowie für die Ratenplanänderung um 11,9 Prozent an. Die BAWAG schraubte die Spesen für die Kontoführung beim Kreditkonto um 7,61 Prozent in die Höhe. Die Generali Bank zog den Spesensatz für die Pfandrechtslöschung um 14,73 Prozent an. Auch bei Schalterspesen (Zahlungsverkehr) gab es Teuerungen: Auch bei der Bank Austria stiegen die Spesen für beleghafte Buchungen von 0,24 Euro auf 1,80 Euro - ein Anstieg um 650 Prozent. Die RLB verdoppelte die Bareinzahlungsspesen auf ein fremdes Konto am Schalter von 1,50 auf 3 Euro (plus 100 Prozent).

SERVICE: Den AK Bankenmonitor finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at (Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001