FPÖ-Karlsböck: Neuer "Wissenschaftsmonitor" verfälscht universitäre Wirklichkeit

Neue Zugangsregeln bekämpfen Symptom, nicht Ursache des Problems

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, fordert bessere Studienplatzfinanzierung statt Aushöhlung des Hochschulzugangs durch neue Zugangsregeln und wiederholt Forderung nach Ausgleichszahlungen für Studierende aus Drittstaaten.

Der heute von Minister Mitterlehner vorgestellte "Wissenschaftsmonitor" bilde die universitäre Wirklichkeit höchst einseitig ab, kritisiert Karlsböck, indem er zwar die Unzufriedenheit der Studierenden mit der Studienplatzsituation artikuliere, die wahren Ursachen aber ausblende und falsche Lösungen suggeriere. Wenn etwa 69 Prozent von 1000 befragten Studierenden neue Zugangsregeln als gerechtfertigt erklärten, so sei dies angesichts fehlender Studienplätze und mangelnder Betreuung nur allzu verständlich, so der FPÖ-Wissenschaftssprecher. Immer neue Zugangshürden kämen aber nur einer Symptombekämpfung gleich, deren Ursachen würden bleiben.

"Die Beantwortung meiner schriftlichen Anfrage an den Wissenschaftsminister betreffend die Studienzahlen an den Universitäten hat nicht nur das Missverhältnis zwischen ausländischen und heimischen Studierenden bestätigt, sondern auch den Verdacht nahegelegt, dass Studierende aus Drittstaaten, die kaum Prüfungsaktivitäten zeigen, österreichische Unis zur Erlangung eines Aufenthaltstitel missbrauchen", kritisiert Karlsböck, der seine Forderung nach Ausgleichszahlungen angesichts dieses Missstandes erneuert.

Solange nämlich heimischen Studierenden aus dem Zustrom ausländischer Kollegen Nachteile erwüchsen, dürfe man sich über die im "Wissenschaftsmonitor" geäußerte Unzufriedenheit nicht wundern, so Karlsböck. Die Lösung liege aber nicht in immer neuen Zugangsregeln, die den freien Hochschulzugang systematisch aushöhlten, sondern in einem klaren Bekenntnis zur Studienplatzfinanzierung. Und die werde ohne Ausgleichszahlungen bei der angespannten Budgetlage wohl schwierig bis unmöglich, so Karlsböck.

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