Über zwölf Luftballons im Bauch - Not-OP für junge Katze

WTV-Tierärztinnen kämpfen um das Leben einer jungen Katze, die mehr als zwölf Luftballons verschluckte.

Vösendorf (OTS) - Einen derart dramatischen Fall sehen auch die Tierärztinnen des Wiener Tierschutzvereins nicht alle Tage. Eine junge Katzendame, die als Fundtier von der Tierrettung des WTV am Dienstagabend aus dem 22. Bezirk geholt wurde, erwies sich bereits kurz nach der Einlieferung als Notfallpatient. Nachdem sich das circa einjährige und stark abgemagerte Tier am Mittwochmorgen mehrmals erbrochen hatte, wurde es umgehend auf Verdacht von Fremdkörpern untersucht, der leider bald darauf durch ein Röntgen bestätigt werden musste. Die Katze wurde daraufhin notoperiert. Dabei kam ein unfassbarer Fund zutage: Das Tier hatte insgesamt zwölf ganze Luftballons sowie 29 Ballonhals-Stücke verschluckt.

Kampf um "Hope"

Die Ärztinnen kämpften über eine Stunde um das Leben der Katze. Noch während der OP erhielt sie den Namen "Hope". Zwar verlief der Eingriff an sich erfolgreich und die Fremdkörper konnten allesamt entfernt werden, die Überlebenschancen sind ob ihres körperlichen Zustands allerdings sehr schlecht. Laut den WTV-Tierärztinnen dürften sich die Ballons schon seit Längerem im Körper der Katze befunden haben. "Wir kämpfen um jedes Leben, auch in nahezu aussichtslosen Fällen. Sollte "Hope" überleben, werde ich mich persönlich dafür einsetzen, dass sie einen schönes neues Zuhause bekommt", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Wie und warum die Katze eine derart große Menge an Ballons verschlucken konnte, bleibt unklar. "So einen Fall hatten wir noch nie. Fremdkörper werden leider immer wieder verschluckt, aber dieser Fall ist extrem. Da es sich um eine sehr junge Katze handelt, könnte es sein, dass das Tier hinter Ballons, die aufgeblasen und dann losgelassen worden sind, hinter her gedüst ist und die "Beute" dann verschluckt hat. Dass eine Katze einfach so Ballons frisst, scheint sehr unwahrscheinlich", so Petrovic.

Dabei sollte doch gerade in der Faschingszeit wo Ballons, Girlanden & Co. immer ein Risiko für Haustiere darstellen, besonders auf deren Sicherheit geachtet werden. "Jedenfalls hätte die Katze niemals an die Ballons herankommen dürfen. Gerade bei jungen Tieren ist der Spieltrieb sehr ausgeprägt. Bänder, Schnüre, Kleinteile oder auch Gummitiere oder Ballons - alles kann zum Verhängnis werden. Es ist die Verantwortung der TierhalterInnen darauf zu achten, dass aus einem vermeintlich lustigen Spiel nicht eine lebensbedrohliche Tragödie wird", so Petrovic abschließend.

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