Maurer: Klare Absage an die Ausweitung von Zugangsbeschränkungen

Grüne ad Wisenschaftsmonitor: Schwindlige Umfrage statt seriöser Wissenschaftspolitik

Wien (OTS) - "Es ist schon besonders bezeichnend, dass ausgerechnet der Wissenschaftsminister ein derart dürftiges Wissenschaftsverständnis an den Tag legt", kommentiert Sigrid Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen die heutige Präsentation des "Wissenschaftsmonitors". Meinungsforschung kann nicht als seriöse Erhebung der Einstellung der ÖsterreicherInnen zur Wissenschaft und Hochschulen gelten. In der Online-Umfrage werden beispielsweise Suggestivfragen zu Zugangsbeschränkungen gestellt, FH-Studierende sind massiv überrepräsentiert: obwohl sie nur 13 Prozent der Studierenden stellen, haben sie in der Auswertung die Mehrheit. Dass Kooperation zwischen Wissenschaftsinstitutionen für gut befunden wird ist auch kein überraschendes wissenschaftliches Ergebnis, sondern wohl eher eine Binsenweisheit.

"Mitterlehners Desinteresse an Hochschulen und Forschung wird auch hier wieder deutlich: Statt seriöse Wissenschaftspolitik zu betreiben stützt er sich auf schwindlige Meinungsumfragen, die seine neoliberale Agenda unterstützen sollen", sagt Maurer. "Private Finanzierung, Kooperation mit der Wirtschaft, die Forderung nach "unternehmerischen" Universitäten - das ist das Programm der Wirtschaftskammer, nicht das der Wissenschafts-Community", meint Maurer.

Entlarvend ist Mitterlehners Absichtserklärung, zwar die Wissensgesellschaft stützen zu wollen, den Zugang zu den Hochschulen aber noch weiter beschränken zu wollen. "Erst recht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss der Zugang zu höherer Bildung allen Menschen möglich sein. Bildung ist ein soziales Grundrecht. Mitterlehner spricht ständig von der Wissensgesellschaft und will gleichzeitig Menschen vom Studieren abhalten - was denn jetzt, Herr Minister?", fragt sich Maurer. Die Grünen erteilen Zugangsbeschränkungen weiterhin eine klare Absage.

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