FPÖ: Strache zu islamistischem Terror: Bundesregierung betreibt weiter Realitätsverweigerung

Bereits lange Liste islamistischer Terroranschläge in Europa

Wien (OTS) - "Natürlich haben uns die islamistischen Verbrechen, die in Paris geschehen sind, zutiefst entsetzt", erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache bei der heutigen Debatte im Nationalrat. Die Freiheitlichen hätten seit Jahren vor solchen Entwicklungen und vor den Gefahren, die vom radikalen Islamismus ausgehen, gewarnt und seien dafür als Hetzer beschimpft worden. Es sei auch sehr bezeichnend, dass in der Erklärung der Bundesregierung, die vergangenen Sonntag bei der Kundgebung am Ballhausplatz verlesen wurde, das Wort "Islamismus" kein einziges Mal vorkomme. "Sie üben sich leider weiter in Realitätsverweigerung", warf Strache der Regierung und den anderen Parteien vor.

Man solle auch nicht so tun, als wären die Anschläge in Paris die ersten islamistischen Terroranschläge in Europa gewesen, betonte Strache. Denn die Liste der Anschläge sei schon lang.

Am 11. März 2004 gab es in Madrid bei Sprengstoffanschlägen auf vier Pendlerzüge 191 Tote.

Am 7. Juli 2005 starben in Londons U-Bahn 56 Menschen.

Am 27. November 2009 wurden in einem russischen Schnellzug auf der Fahrt von Moskau nach St. Petersburg 28 Menschen ermordet.

Am 9. März 2010 wurden in der Moskauer Metro 40 Menschen getötet.

Am 2. März 2011 starben bei einem Anschlag auf US-Soldaten am Flughafen Frankfurt 2 Menschen.

Vom 11. bis 19. März 2012 ermordete ein Islamist in Südfrankreich 7 Menschen, nämlich drei Soldaten, einen Rabbiner und drei jüdische Kinder.

Am 22. Mai 2013 wurde ein britischer Soldat in London von Islamisten buchstäblich in Stücke gehackt.

Am 24. Mai 2014 kamen bei einem Anschlag im Jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen ums Leben.

Europa sei mittlerweile so weit gekommen, dass es den islamistischen Terror nicht nur importiere, sondern sogar exportiere, erklärte Strache weiter. Auch aus Österreich seien hunderte Menschen in den Nahen Osten aufgebrochen, um dort den IS-Terrorbrigaden bei der Ausführung ihrer brutalen Verbrechen gegen die Menschlichkeit dienlich zu sein. Solchen selbsternannten Gotteskriegern sei sofort die österreichische Staatsbürgerschaft zu entziehen und das nicht nur bei einer allfällig gegebenen Doppelstaatsbürgerschaft.

Es sei natürlich absolut notwendig, zwischen radikalen Islamisten und friedlichen Muslimen zu differenzieren und letztere vor ersteren zu schützen. "Unsere moslemischen Mitbürger dürfen sicher nicht unter Generalverdacht gestellt werden", betonte Strache. "Das wäre eines Rechtsstaats unwürdig. Ich bin überzeugt, dass der überwiegende Teil der Moslems in Europa und Österreich von diesen Attentaten ebenso entsetzt ist und diese entschieden verurteilt. Und es gilt auch jene Flüchtlinge und Zuwanderer aus dem islamischen Raum bei uns in Österreich zu schützen, die vor dem radikalen Islamismus zu uns geflohen sind."

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