Nationalrat - Faymann: "Terrorismus, Hass und Antisemitismus haben keinen Platz in demokratischer Gesellschaft"

Erklärung des Kanzlers zu Pariser Terroranschlägen: Solidarität zeigt, wie stark Werte der Demokratie verankert sind - Sorge über Anstieg antisemitischer Gewalt

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hat heute, Mittwoch, bei der Sondersitzung des Nationalrats nach einer Gedenkminute für die Opfer eine Erklärung zu den Terroranschlägen von Paris abgegeben. Faymann betonte, dass "jede Art von Terror, Hass, Antisemitismus und von Herabwürdigung keinen Platz in einer demokratischen und freien Gesellschaft haben". Mit Blick auf die jüdischen Opfer zeigte sich Faymann besorgt über den Anstieg antisemitischer Gewalt und unterstrich: "Der Antisemitismus ist nach über sechs Millionen Opfern des Holocausts leider noch immer nicht aus Europa verschwunden." Die in den letzten Tagen "europaweit spürbare Solidarität zeigt, wie stark die Werte der Demokratie in Europa verankert sind", so Faymann, der betonte, dass das Eintreten für Werte der Menschenwürde, der Religions-, Rede- und Meinungsfreiheit darüber entscheiden werde, ob die Demokratie auch in Zukunft stärker ist als der Terrorismus. ****

"Die Religion des Islam für die Verbrechen der Attentäter verantwortlich zu machen, aber auch jede Verallgemeinerung und Herabwürdigung haben nichts verloren in einer freien Welt, die für ein friedliches Zusammenleben ist", sagte Faymann in seiner Erklärung. Der Bundeskanzler erinnerte daran, dass viele muslimische Organisationen "ein starkes Bekenntnis gegen Gewalt und für Freiheit und Demokratie abgeben haben". Es sei daher nicht der Zeitpunkt dafür, Religionen und Menschen gegeneinander auszuspielen. Vielmehr gelte es, die richtigen Schlüsse aus den schrecklichen Ereignissen zu ziehen. Das klare Eintreten für demokratische Werte, aber auch für soziale Werte wie Sicherheit und Chancen werden darüber entscheiden, ob in Zukunft ein friedliches Zusammenleben in Freiheit erreicht werden könne, betonte Faymann. Die klare Ablehnung von Gewalt und Verhetzung "wird uns in Europa und in Österreich stark genug machen, um den Terror zu bekämpfen", so Faymann, der unterstrich, dass die Demokratie stärker ist als der Terrorismus.

Der Bundeskanzler bedankte sich ausdrücklich bei den Sicherheitskräften dafür, dass sie auch in Österreich erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und zusätzliche Aufgaben im Interesse unserer Gemeinschaft wahrnehmen. "Wir können stolz auf unsere Sicherheitskräfte sein", sagte Faymann, der betonte, dass sich die Sicherheitskräfte darauf verlassen können müssen, dass sie auch in Zukunft für ihre Aufgaben unsere volle Unterstützung zu haben. (Schluss) mb/mo

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