Mobilitätsagentur durch Stadtrechnungshof geprüft

Wien (OTS) - Die Mobilitätsagentur Wien wurde vom Stadtrechnungshof Wien geprüft. Die Geschäftstätigkeiten der im November 2011 als Radagentur gegründeten Mobilitätsagentur wurden detailliert untersucht. Der Bericht wurde heute veröffentlicht und kann von Interessierten eingesehen werden. Die Entwicklungen des Radverkehrs im Jahr 2014 werden im Bericht noch nicht berücksichtigt.

Kernthemen der Prüfung waren Organisationsstruktur, Arbeitsabläufe sowie die Gebarung. Der Stadtrechnungshof erkennt an, dass der budgetäre Gesamtrahmen seitens Mobilitätsagentur Wien eingehalten wurde. Weiters merkt der Stadtrechnungshof positiv an, dass sofern AuftragnehmerInnen Skonti gewährten, diese auch genutzt wurden.

Verbesserungspotentiale sieht der Stadtrechnungshof beim internen Dokumentationswesen. Empfohlen wurden Anpassungen bei organisatorischen Abläufen, insbesondere die Einhaltung des Vieraugenprinzips bei der Rechnungsprüfung. Weiters soll auf die noch genauere Einhaltung formaler Kriterien wie z.B. doppelter Zeichnung bei Vergabeakten geachtet werden.

"Die Aufgabe des Stadtrechnungshofes ist es, Optimierungspotenziale in Form von Empfehlungen aufzuzeigen", so DI Martin Blum, Geschäftsführer der Mobilitätsagentur Wien: "Bei Formalkriterien und Details von Abläufen werden Verbesserungsvorschläge gemacht. Diese wurden von der Mobilitätsagentur zum Teil bereits umgesetzt oder eine Umsetzung steht kurz bevor."

Als Auftraggeberin oder Mitwirkende an zahlreichen Studien und Forschungsprojekten liefert die Mobilitätsagentur wichtige Impulse bei der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilität.

Um die Lebensqualität zu sichern und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Bevölkerungswachstum oder Ressourcen-Knappheit zu begegnen, hat sich die Stadt Wien u.a. das Ziel gesetzt, den Rad- und Fußverkehr in Wien zu fördern. Im Jahr 2015 sollen in Wien 80 Prozent oder mehr der Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Die Tätigkeiten der Mobilitätsagentur leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dieses Ziel zu erreichen. Im Jahr 2014 wurde an den Radverkehrszählstellen mehr Radverkehr gemessen als je zuvor, im Radreport 2014 gaben 72% der Radfahrenden an, dass sich die Bedingungen fürs Radfahren in Wien verbessert haben.

Bewusstseinsbildung für das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen in Wien ist zentrales Aufgabengebiet der Mobilitätsagentur. In den vergangenen drei Jahren wurden von der Mobilitätsagentur mehr als 691 Einzelveranstaltungen organisiert und umgesetzt. Die Bandbreite reicht von Kursen und Workshops für Kinder über das Verteilen von Infomaterialien bis hin zu Service-Aktionen wie kostenlosen Radchecks. Unter anderem wurden die sichtbaren Radzählstellen von der Mobilitätsagentur konzipiert und öffentliche Luftpumpen errichtet. Die kostenlose Radkarte wurde 520.000 mal verteilt. Eine Fußwegekarte ist ab dem Frühjahr erhältlich.

Mit dem Radjahr 2013 wurde die erste integrierte Bewusstseinsbildungskampagne zum Radfahren in Wien entwickelt und durchgeführt. Am 1. Jänner 2015 hat das Jahr des Zu-Fuß-Gehens begonnen. Als Vermittlerin zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung zu den Themen Rad- und Fußverkehr beantwortet die Mobilitätsagentur Anfragen direkt oder über die jeweils zuständigen Fachabteilungen des Magistrats. Seit Bestehen erreichten die Mobilitätsagentur mehr als 5.800 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern.

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Kathrin Ivancsits, MA
Mobilitätsagentur Wien GesmbH
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