Kirchenaustritte – Gibt es 2037 nur mehr einen einzigen Kirchgänger?

Nach religiös-motivierten Terroranschlägen: Besser Ethik- als Religionsunterricht in Schulen.

Wien (OTS) - Die soeben veröffentlichten aktuellen Kirchenaustrittszahlen offenbaren: Aus einem Randphänomen in früheren Zeiten ist inzwischen eine echte Massenbewegung weg von der Amtskirche geworden. Auch ohne Skandal ist die Zahl der Austritte ungebrochen hoch. Über eine halbe Million Menschen sind in den letzten 10 Jahren ausgetreten. Im Vergleich zur Anzahl an Taufen (weniger als 50.000 pro Jahr) lässt sich sagen: Es treten mehr Menschen freiwillig aus, als zwangsweise durch die Taufe verpflichtet werden. Der Austritt ist in Österreich längst zur Massenbewegung geworden:
-Die Zahl der Priester hat dramatisch abgenommen, die verbleibenden sind nahe dem Pensionsalter oder schon darüber. Nachwuchs ist keiner in Sicht.
- Die Nachfrage nach den "Service-Leistungen" der Kirche wie Taufe, Kommunion, Firmung geht dramatisch zurück. Immer mehr Menschen wenden sich von der Kirche ab, selbst wenn sie formal noch Mitglied sind. (Von 2003-2013: minus 12% bei den Taufen, minus 30% Gottesdienstteilnehmer, minus 10% bei den kirchlichen Begräbnissen, minus 23% Erstkommunionen. Katholiken gesamt: minus 7,7%). Wenn dieser Trend anhält, gibt es 2037 den letzten Gottesdienstteilnehmer,

- Viele Kirchen müssen umgewidmet, verkauft oder gar abgerissen werden. "Der Staat muss endlich die Konsequenzen aus dem enormen Bedeutungsverlust der r.k. Kirche ziehen und die milliardenschweren Kirchenprivilegien beenden", sagt Christian Fiala von der Initiative gegen Kirchenprivilegien.

Die Initiative gegen Kirchen-Privilegien fordert jetzt:

1. Löschung der katholischen Belangsendungen aus dem ORF-Programm:
Diese Art der Hofberichterstattung steht in keiner Relation zum gesellschaftlichen Bedeutungsverlust.
2. Religionsunterricht sowie katholischen Privatschulen sollen nicht mehr vom Steuerzahler, sondern von der Kirche selbst bzw. den Gläubigen finanziert werden. Religionsunterricht soll grundsätzlich am Nachmittag stattfinden, damit jene, die daran nicht teilnehmen, die Schule verlassen können.
3. Die katholischen und evangelischen Fakultäten sollen nicht länger auf Staatskosten finanziert werden. Absolventen derartiger Einrichtungen soll kein akademischer Titel zuerkannt werden.
4. Die Absetzbarkeit der Kirchensteuer ist sofort zu streichen - denn für diese Steuerzuckerln muss jetzt die Allgemeinheit aufkommen.
5. Die jährlichen staatlichen Direktzahlungen an die Kirche müssen sofort beendet werden.
Aus den so frei werdenden umfangreichen Mitteln können sinnvolle Maßnahmen finanziert werden wie z.B. ein allgemeiner verpflichtender Glücks- und Ethikunterricht. Während Religionen Intoleranz und nicht selten Hass schüren, kann ein solches Fach zum Weltfrieden weit mehr beitragen. Kinder werden nicht religiös, sondern humanistisch erzogen. Das ist im Lichte der neuen religiös motivierten Terroranschläge von umso größerer Bedeutung.

www.kirchen-privilegien.at

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