FPÖ-Karlsböck: Werden heimische Unis für Aufenthaltstitel missbraucht?

Hoher Anteil nicht prüfungsaktiver Studierender aus Drittstaaten lege Verdacht nahe, dass Studienplätze zum Teil zur Erlangung von Aufenthaltstiteln missbraucht würden

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, vermutet, dass Studierende aus EU-Drittstaaten österreichische Unis teilweise missbrauchten, um einen Aufenthaltstitel zu erheischen. Dies lege die Beantwortung seiner parlamentarischen Anfrage zu den Studierendenzahlen an österreichischen Universitäten (3039/J vom 12.11.2014) nahe.

"Es kann kein Zufall sein, dass der Anteil der nicht prüfungsaktiven Studierenden aus Drittstaaten überproportional hoch ist", betont Karlsböck. Wie die Zeitung "Heute", welche die Beantwortung der freiheitlichen Anfrage aufgegriffen habe, berichte, würden 29 Prozent aller Studierenden im Erfassungszeitraum keine oder kaum Prüfungen ablegen. Während der Anteil bei den Österreichern im Studienjahr 2012/13 bei rund 25 Prozent gelegen sei, habe er bei EU-Bürgern rund 38 Prozent betragen und bei Drittstaatenangehörigen sogar mehr als 48 Prozent.

Dass letztere sich damit als nur halb so aktiv wie ihre österreichischen Kommilitonen erwiesen, könne wohl kaum allein mit Sprach- und sonstigen Kommunikationsproblemen zu erklären sein, betont der FPÖ-Wissenschaftssprecher. Die Passivität der Drittstaatsstudierenden lege vielmehr den Schluss nahe, dass die ohnehin raren und teuren Studienplätze an österreichischen Universitäten teilweise zur Erlangung von begehrten Aufenthaltstiteln missbraucht würden. Das sei allein angesichts der prekären heimischen Studiensituation völlig inakzeptabel, so Karlsböck.

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