Kadenbach nach Gentechnik-Abstimmung: Österreichs darf selbst bestimmen!

SPÖ-Europaabgeordnete: "Pufferzonen, die verhindern sollen, dass traditionelle Felder durch GVO-Pollen 'verunreinigt' werden, sind Verhandlungserfolg des Europäischen Parlaments"

Wien (OTS/SK) - Mit der heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament ist es für EU-Mitgliedstaaten rechtssicherer möglich, den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) im eigenen Land zu beschränken oder zu untersagen. SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sagt: "Natürlich ist das nur die zweitbeste Lösung. Ich hätte mir ein generelles Anbauverbot von Gentechnik-Saatgut in der gesamten EU gewünscht. Aber das war mit einigen Ländern nicht zu machen. Aber wir haben einen Kompromiss erzielen können. Länder können sich gegen Gentechnik-Anbau wehren. Wir schaffen Rechtssicherheit, dass Österreich auch weiter GVO-frei bleibt." ****

Als wesentlichen Verhandlungserfolg des Europäischen Parlaments betont Kadenbach die sogenannten Pufferzonen. "Falls GVO-Saaten in einem Mitgliedstaat in grenznahen Gebieten angebaut werden, muss dieser Mitgliedstaat Maßnahmen setzen, damit eine Kontaminierung von Feldern im GVO-freien Nachbarland mit GVO-Pollen ausgeschlossen wird." Derzeit wird in der EU nur ein gentechnisch verändertes Saatgut angebaut - der insektenresistente Mais MON 810 von Monsanto.

Der ursprünglich von den EU-Mitgliedstaaten eingebrachte Vorschlag, wonach sich in der ersten Phase Länder und Saatgutkonzerne erst verständigen sollten und nur in der zweiten Phase ein nationales gesetzliches Anbauverbot ausgesprochen werden kann, konnte verhindert werden. Es wird künftig möglich sein, dass die nationalen Regierungen die erste Phase überspringen können. Damit ist ein Anbauverbot gleich zu Beginn eines Zulassungsverfahrens möglich. (Schluss) bj

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