Entwicklung und Solidarität sichern Frieden

Caritas Präsident Michael Landau: „Nicht nur gemeinsam gegen den Terror, sondern für Frieden, Soziales, Integration und internationale Solidarität eintreten!“

Wien (OTS) - Caritas Präsident Michael Landau verurteilt die Terroranschläge von Paris: "Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Aber nicht nur Menschen wurden getötet, sondern die europäischen Grundwerte wurden dabei angegriffen."
Die zuletzt von Innenministerin Mikl-Leitner angekündigten verstärkten Sicherheitsmaßnahmen sind für den Caritas Präsidenten wichtig, aber mindestens genauso viel Energie und finanzielle Ressourcen sollten in Maßnahmen gegen Schulabbruch, Arbeitslosigkeit und Perspektivenlosigkeit fließen.
Die Caritas fordert daher ein Gipfeltreffen von Bildungs-, Sozial und Integrationsministerium und Vertretern von NGOs, um gezielte Maßnahmen zu diskutieren und zu beschließen.
Landau: "Enttäuschung, Frustration und Hoffnungslosigkeit werden sich nicht mit polizeilichen Maßnahmen lösen lassen. Es geht viel mehr darum, europäische Grundwerte wie Freiheit, Toleranz, Respekt und Solidarität sowie die Menschenrechte in den Köpfen unserer Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber bei den Jugendlichen zur verankern. Es geht um soziale Perspektiven und um die konkrete Hilfe vor Ort. Nur so können wir unsere Kinder vor Verführungen radikaler Art schützen."
Nach 50 Jahren Frieden in Europa steht die Europäische Union vor einer der größten Herausforderungen seit ihrer Gründung. "Die größte Errungenschaft der EU ist ihr erfolgreicher Kampf für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte. Jedoch dürfen wir uns auf diesen Errungenschaften nicht ausruhen", so Landau und weiter:
"Gefordert ist nun auch die verstärkte Solidarität Europas mit den nicht europäischen Ländern. Europa muss über seine Grenzen hinaus versuchen, die Ungleichheit in der Welt zu reduzieren, so dass radikales und fundamentalistisches Gedankengut keinen Nährboden findet. Bildung ist dafür ein zentraler Schlüssel, auch in den Entwicklungsländern. Wir brauchen globale Maßnahmen und Perspektiven für Menschen in Not, besonders in den ärmsten Ländern unserer Erde. Die Entwicklungszusammenarbeit ist hier dringend gefordert!"

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