AK: Wohnen muss wieder leistbar werden!

Wien (OTS) - "Die Mieten und Preise für Eigentumswohnungen sind so hoch, dass Wohnungs-suchenden die Luft zum Atmen wegbleibt", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Der Verband der Immobilienwirtschaft beschwichtigt bei den Wohnkosten, gibt aber gleichzeitig selbst zu, dass die Preise für Eigentumswohnungen in fünf Jahren bis zu 60 Prozent gestiegen sind. Bei den Angebotsmieten in Ballungszentren sind die Niveaus derart hoch, dass sie die Haushaltsbudgets von ArbeitnehmerInnenfamilien viel zu stark belasten. "Wohnen ist für viele Arbeitnehmer bereits Luxus", so Kaske. Eine große Mietrechtsreform mit klaren Obergrenzen für die privaten Mieten sowie eine Wohnbauoffensive sind daher unabdingbar. Dafür muss die Regierung rasch die Weichen stellen und einen Zeitplan vorlegen.

Wohnen muss billiger werden, verlangt die AK:

+ Mieten senken: Die Mieten für private Altbau-Mietwohnungen müssen klar begrenzt werden.

+ Weg mit den Befristungen: Es darf keine befristeten Mietverhältnissen mehr geben - außer bei Eigenbedarf des Vermieters für sich oder seine Kinder oder Enkel.

+ Betriebskosten senken: Versicherungskosten und Grundsteuer für MieterInnen sollen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden.

+ Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen: Die Erhaltungspflicht für die gesamte Wohnungsausstattung (etwa Elektroleitungen oder sanitäre Anlagen), nicht nur für die Heiztherme, muss die VermieterInnen treffen.

+ Weg mit den Maklergebühren für MieterInnen: Der Erstauftraggeber, das ist meistens der Vermieter, soll zahlen. Eine solche Regelung wurde kürzlich auch in Deutschland beschlossen.

Überdies verlangt die AK im anstehenden Finanzausgleich, eine erneute Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel wie auch der Rückflüsse aus bereits begebenen Wohnbauförderungsdarlehen vorzunehmen.

Die AK begrüßt die von der Initiative Umwelt + Bauen vorgelegte Wohnbau- und Infrastrukturoffensive für 30.000 zusätzliche leistbare Wohnungen bis 2020 und fordert von der Regierung eine rasche Umsetzung.

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