Dialog über Entwicklungszusammenarbeit verstärken

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit will ihre Projekte und Programme im Europäischen Jahr für Entwicklung verstärkt vor den Vorhang holen.

Wien (OTS) - Das Jahr 2015 wurde von der Europäischen Union (EU) zum Europäischen Jahr für Entwicklung erklärt. Bereits im September 2014 wurde eine Eurobarometerumfrage durchgeführt, um die Einstellung der EuropäerInnen zum Thema Entwicklungszusammenarbeit zu erheben. Das Ergebnis wurde heute präsentiert. 87 Prozent der BürgerInnen in Europa - und sogar 88 Prozent in Österreich - sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, Menschen in Entwicklungsländern zu unterstützen. "Wie diese aktuelle Umfrage der Europäischen Kommission zeigt, unterstützt eine klare Mehrheit der Europäerinnen und Europäer Hilfe für Menschen in ärmeren Ländern. Das Interesse an dem Thema ist groß. Das Europäische Jahr für Entwicklung möchte ich daher für einen noch aktiveren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Ausrichtung und die Ziele unserer Entwicklungszusammenarbeit nutzen", sagt Außenminister Sebastian Kurz.

Positive Effekte für alle

Etwas skeptischer als der EU-Durchschnitt sind die ÖsterreicherInnen bei der Frage, ob die Bekämpfung von Armut in Entwicklungsländern auch einen positiven Einfluss auf EU-BürgerInnen hat. Aber immerhin 68 Prozent glauben an vorteilhafte Auswirkungen auf Europa. Das Europäische Jahr für Entwicklung bietet die Chance zu zeigen, dass Entwicklungszusammenarbeit im Interesse aller stattfindet. Engagement im Bereich Konfliktprävention oder Umweltschutz ist sowohl für die Menschen in Entwicklungsländern als auch in der EU wichtig. Rund ein Drittel der EuropäerInnen sehen persönliches Engagement in Form von Spenden oder ehrenamtlicher Tätigkeit als Weg, Entwicklungszusammenarbeit aktiv zu unterstützen.

Wirtschaft als Partner

Ein gutes Beispiel einer Win-win-Situation sind die von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit geförderten Wirtschaftspartnerschaften. Wie zum Beispiele jene mit dem Salzburger Familienunternehmen Wiberg. Durch Schulungen vom Anbau bis zur Verarbeitung von Szechuan-Pfeffer und Cardamom bietet ein Projekt Wibergs in Nepal für mehr als 350 BäuerInnen und 3.000 Haushalte neue Perspektiven. Die Firma unterstützt die GewürzproduzentInnen bei logistischen Fragen, aber auch im Umweltschutz und bei der Bio-Zertifizierung ihrer Produkte. Mit Projekten wie diesem trägt die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, direkt zur Bekämpfung von Armut bei.

Armutsbekämpfung als Priorität

Fast zwei Drittel der Befragten der Eurobarometer-Umfrage sind der Auffassung, dass Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern zu den obersten Prioritäten der EU gehören soll. "Zurecht erwarten sich die BürgerInnen, dass wir sie informieren, wohin die Mittel fließen", führt Martin Ledolter, Geschäftsführer der ADA, aus. "Wir müssen unsere Arbeit noch stärker bekannt machen und die positiven Effekte unseres Engagements zeigen", sagt Ledolter. "Mit unseren Projekten und Programmen unterstützen wir unsere Partnerländer dabei, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern", erklärt der ADA-Geschäftsführer. In Moldau passiere das etwa mit Berufsbildungsprojekten, in Uganda im Bereich Wasserversorgung und in Bhutan beim Zugang zur Justiz.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Das Außenministerium plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Manuela Gutenbrunner
Tel.: +43 (0)1 90399-2412
manuela.gutenbrunner@ada.gv.at

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