ORF III am Dienstag: „erLesen“ mit Turrini und Haderer, französisches Liebesdrama „Engel weinen nicht“ im „euro.film“

Außerdem: „Mythos Geschichte: Die Bernsteinstraße“ und „Aus dem Rahmen“ im Hofmobiliendepot

Wien (OTS) - Auch im neuen Jahr meldet sich Heinz Sichrovsky mit kritischen Fragen aus seiner Bücherwelt. Morgen, am Dienstag, dem 13. Jänner 2015, sind um 20.15 Uhr Gerhard Haderer und Peter Turrini zu Gast in "erLesen". Gemeinsam mit Literaturwissenschafter Herbert Zeman und Unternehmer Hans Schmid geht die Runde der Frage nach, ob das österreichische Idiom vom Aussterben bedroht ist. "Mythos Geschichte" geht um 21.05 Uhr mit dem ersten von zwei Teilen von "Die Bernsteinstraße" der harten Arbeit der Bernsteinhändler in der Bronzezeit auf die Spur und besucht Ausgrabungen in Bayern, die von vergangenem Prunk zeugen. Karl Hohenlohe nimmt das Publikum danach um 21.55 Uhr in "Aus dem Rahmen" mit ins "Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien", das Einblicke ins kostbare kaiserlich-königliche Mobiliar gibt. Im "euro.film" zeigt ORF III schließlich um 22.30 Uhr das einfühlsame Liebesdrama "Engel weinen nicht" von Vincent Perez aus dem Jahr 2002 rund um ein engelhaftes Dienstmädchen in der französischen Provinz mit Guillaume Depardieu, Morgane Moré und Valeria Bruni Tedeschi.

Die Sendungen im Überblick:

"erLesen" mit Gerhard Haderer, Peter Turrini, Herbert Zeman und Hans Schmid (20.15 Uhr)

Was ist österreichische Literatur und wie viel ist davon noch übrig? In einer Gesprächsrunde zum Thema begrüßt Heinz Sichrovsky den oberösterreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer, der sich in den vergangenen Tagen aus aktuellem Anlass zum Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" häufig medial zu Wort gemeldet hat. Mit ihm kommt Peter Turrini in die Sendung, der im Herbst unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit seinen 70. Geburtstag feierte. Gemeinsam veröffentlichten sie das Kinderbuch "Manchmal ist ein Fasan eine Ente", zusätzlich präsentiert Turrini sein neues Buch "C'est la vie. Ein Lebens-Lauf". Herbert Zeman, der Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien, äußert sich bei Sichrovsky kritisch zur Liquidierung von Literatur im Gymnasialunterricht. Außerdem zu Gast ist der Unternehmer Hans Schmid, der mit einer Stiftung die Rechte für das Werk der Kärntner Lyrikerin Christine Lavant erworben hat, um ein Stück Literaturgeschichte dem drohenden Vergessen zu entreißen.

"Mythos Geschichte: Die Bernsteinstraße", Teil eins (21.05 Uhr)

Die Dokumentation "Die Bernsteinstraße" zeigt, welche lebensgefährlichen Strapazen und logistischen Meisterleistungen die Bernsteinhändler der Bronzezeit zu bestehen und erbringen hatten. Eine neue Grabung in Bayern offenbart, dass bereits in der Bronzezeit ein international kooperierendes Handelsnetz mit Kontakten bis nach Griechenland und Ägypten pulsierte. Die alte Sage der versunkenen, unermesslich reichen bayerischen Stadt Bernstorf bei Freising gab den Archäologen den entscheidenden Hinweis. Teil zwei der Dokumentation zeigt ORF III nächsten Dienstag.

"Aus dem Rahmen": Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien" (21.55 Uhr)

Das Möbel Museum Wien im Wiener Hofmobiliendepot - einst von Kaiserin Maria Theresia gegründet - zeigt Kostbarkeiten des imperialen Interieurs und gewährt Einblicke in die Wohnkultur des Wiener Hofes zwischen dekadentem Luxus und Repräsentationszwang. Aus dem beeindruckenden Gesamtbestand von rund 165.000 Objekten wird eine Auswahl in ihrem gesellschaftspolitischen und kulturhistorischen Kontext präsentiert.

"euro.film: Engel weinen nicht" (22.30 Uhr)

Da ihre Eltern verarmt sind, muss die engelhafte Angèle (Morgane Moré) in einer kleinstädtischen Arztfamilie als Dienstmädchen arbeiten. Als sie den jungen Chemiker Grégoire (Guillaume Depardieu) kennenlernt, verbringt sie das erste Mal die Nacht mit einem Mann. Trotz großer Gefühle flüchtet Grégoire in die Hochzeit mit Laure (Karine Silla). Vincenz Perez' poetisches Liebesdrama und Regiedebüt überzeugt nicht zuletzt durch das grandiose Spiel seiner Hauptdarsteller Morgane Moré und Guillaume Depardieu.

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