Korun/Schreuder zur Causa Café Prückel: Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt

Grüne: Unterschiedlicher Diskriminierungsschutz für verschiedene Gruppen ist absurd

Wien (OTS) - "Ein Kuss in einem Kaffeehaus ist zumutbar", meint Bundesrat Marco Schreuder, Bundessprecher der Grünen Andersrum, zum Rauswurf eines lesbischen Paars aus dem bekannten Wiener Kaffeehaus Prückel. "Dabei ist die Diskriminierung im Alltag keine Seltenheit. Die EU-Grundrechteagentur hat in einer europaweiten Studie festgestellt, dass auch in Österreich Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen häufig diskriminiert werden. Heute kann man aus einem Café hinausgeworfen werfen, morgen wird einem anderen Paar womöglich der Kauf einer Wohnung verwehrt, und keines dieser Paare hat dabei rechtliche Handhabe", sagt Schreuder.

Schreuder weist darauf hin, dass gerade jetzt europaweit zahlreiche Menschen für die Meinungs- und Pressefreiheit demonstrieren:
"Freiheit kann aber nicht bedeuten, dass man diskriminieren darf wen man will, sondern, dass man frei von Diskriminierungen leben und sich entwickeln darf."
Deshalb ist es besonders wichtig, den Diskriminierungsschutz auszuweiten. "Alle Menschen sollen sich in gleicher Weise rechtlich gegen Diskriminierung schützen und wehren dürfen", meint Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

Aus diesem Grund machen sich die Grünen schon seit langem für die Ausweitung des Diskriminierungsschutzes - das sogenannte "Levelling Up" - im Gleichbehandlungsgesetz stark. Damit wäre es möglich sich auch außerhalb der Arbeitswelt bei Diskriminierungen aller Art aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Alters zu wehren. "Jedoch wurde unser aktueller Antrag für einen breiten Diskriminierungsschutz im Dezember von den Regierungsparteien wieder einmal vertagt. Wäre der Antrag gemeinsam beschlossen worden, hätten die jungen Frauen, die aus dem Café hinausgeworfen wurden, eine rechtliche Möglichkeit, sich dagegen zu wehren", so Korun.

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