Wehsely: Neuer sam-Stützpunkt am Hauptbahnhof Wien ist feierlich eröffnet

Unbürokratische und rasche Hilfe für alle Menschen im öffentlichen Raum. Räumlichkeiten von ÖBB zur Verfügung gestellt

Wien (OTS) - Ob bei gesundheitlichen Krisen, in Notfällen oder bei Konflikten im öffentlichen Raum die MitarbeiterInnen von sam -sozial-sicher-aktiv-mobil sind häufig die ersten AnsprechpartnerInnen vor Ort. Besonders auf Bahnhöfen treffen unterschiedliche NutzerInnengruppen aufeinander. Seit 2007 sind die MitarbeiterInnen der Mobilen Sozialen Arbeit in ihrer markanten roten Dienstkleidung in unterschiedlichen Einsatzgebieten in Wien unterwegs und leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls an öffentlichen Orten. Zu den weiteren Aufgaben der sam-MitarbeiterInnen gehören auch die Vermittlung und Begleitung zu sozialen Einrichtungen in der Stadt. Zielgruppen sind Jugendliche wie auch Erwachsene, die sich in unterschiedlichen Problemlagen befinden, aber vor allem auch BewohnerInnen, Geschäftsleute, KundInnen, PassantInnen oder AnrainerInnen, die sich manchmal durch die Anwesenheit und den Aufenthalt von wohnungslosen oder alkoholkranken Personen bedrängt oder verunsichert fühlen.

Bereits seit Anfang Oktober 2014 sind 13 sam-MitarbeiterInnen an den Einsatzorten des Areals am Hauptbahnhof Wien tätig. Das Einsatzgebiet von sam hbh erstreckt sich dabei neben dem Hauptbahnhof und seiner unmittelbaren Umgebung, vor allem auf den Südtiroler Platz, Columbus Platz, Helmut-Zilk-Park, Quartier Belvedere, Schweizergarten und den Bildungscampus sowie Wien Mitte, Stadtpark und den Rochus Markt. Zusätzlich werden Monitoring-Aufträge an vorab definierten Plätzen oder Orten im gesamten zehnten und dritten Bezirk bedarfsorientiert übernommen.

"Die MitarbeiterInnen der Mobilen Sozialen Arbeit sorgen mit Information, Beratung und ihrem aktiven Einschreiten in Notfällen dafür, dass ein sozial verträgliches Nebeneinander in der Stadt gewährleistet ist," so Stadträtin Sonja Wehsely im Rahmen der offiziellen feierlichen Eröffnung des Stützpunktes, "Gerade wenn es um die Integration von marginalisierten Menschen in das Gesundheits-und Sozialsystem der Stadt Wien geht, leistet das Team von sam unschätzbare Arbeit, die dank der ÖBB, die die Räume am Hauptbahnhof im Rahmen einer Objektförderung zur Verfügung stellte, und der Unterstützung durch die Bezirke Favoriten und Landstraße, in einem weiteren Teil der Stadt fortgeführt wird."

Neben der Integration von Suchtkranken ins Wiener Sucht- und Drogenhilfenetzwerk erhöht die Präsenz von sam-MitarbeiterInnen im Allgemeinen das subjektive Sicherheitsgefühl an öffentlichen Orten. sam ist sieben Tage die Woche und bedarfsorientiert im öffentlichen Raum unterwegs, wobei jeweils ein oder mehrere Zweier-Teams im Einsatz sind. "Das wesentlichste Merkmal der Mobilen Sozialen Arbeit ist ihre Niederschwelligkeit. Hilfe und Unterstützung wird jedem -marginalisiert oder nicht - unbürokratisch und rasch ohne Voranmeldung oder Terminvereinbarung angeboten", fasst Michael Dressel, Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, das Konzept von sam zusammen. Die MitarbeiterInnen haben unterschiedliche Qualifikationen (PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, SoziologInnen, Lebens- und SozialberaterInnen, MediatorInnen), sind aus verschiedenen Altersgruppen und Herkunftsländern und verfügen über unterschiedliche Sprachkenntnisse. "Dadurch können Problemlagen aus diversen Blickwinkeln beurteilt werden und professionelle Lösungsansätze erarbeitet werden", erklärt Roland Reithofer, Geschäftsführer der Suchthilfe Wien.

sam hbh ist seit Oktober täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr im Einsatz. In den Frühjahr- und Sommermonaten werden diese Zeiten auf 22:00 Uhr ausgeweitet. Die Finanzierung übernehmen die Sucht- und Drogenkoordination Wien, die Bezirkvorstehungen Favoriten und Landstraße sowie die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

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Mediensprecherin StRin Mag.a Sonja Wehsely
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Sucht- und Drogenkoordination Wien
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