Rauchverbot: Kärnten fordert Bund zum sofortigen Handeln auf

LH Kaiser und LHStv.in Prettner: Generelles Rauchverbot in Gastronomie, mehr Initiativen zu Rauchausstiegshilfe und Prävention sowie Zweckwidmung der Tabaksteuer gefordert

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Kärntner Landesregierung wird in der kommenden Regierungssitzung am Dienstag (13. 1. 2015) eine Resolution verabschieden, mit der der Bund aufgefordert wird, "unverzüglich die notwendigen Schritte für ein gesetzliches Rauchverbot in allen Gastronomiebetrieben Österreichs einzuleiten". Das kündigen Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Samstag an. Darüber hinaus enthält die Resolution noch weitere Forderungen: Zum einen, eine Prüfung nach Entlastung jener Wirte, die bereits in die räumliche Trennung investiert haben. Außerdem die Forderung nach mehr Entwöhnungshilfen und Präventionsaktionen. Zur Finanzierung sollen die Einnahmen aus der Tabaksteuer zweckgebunden werden.

"Jetzt muss Schluss sein mit der Herumeierei. Österreich darf nicht länger das rauchende Gespött Europas sein. Der Schutz der Gesundheit muss endlich Vorrang haben. Es darf nicht noch weitere Jahre und weitere Schicksale wie jenes von Kurt Kuch geben. Das völlig untaugliche Tabakgesetz ist schleunigst und nicht erst 2018 durch ein neues, unmissverständliches Gesetz zu ersetzen", machen Kaiser und Prettner deutlich.

Weltweit würden pro Jahr circa sechs Millionen Menschen, in der EU rund 700.000 und in Österreich bis zu 15.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Außerdem würden in Folge des Passivrauchens in Österreich täglich drei bis vier Menschen sterben. 90 Prozent aller Raucherinnen und Raucher beginnen vor dem 18. Lebensjahr und beinahe 95 Prozent vor dem 25. Lebensjahr mit dem Tabakkonsum. In Österreich rauchen bereits mehr als 30 Prozent aller Jugendlichen.

"Durch ein generelles Rauchverbot in allen Gastronomiebetrieben würde ein unverzichtbarer Schritt zum Schutz der Gesundheit aller Gäste sowie der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesetzt. Darüber hinaus zeigen Beispiele aus anderen europäischen Staaten, dass mit einem entsprechenden Rauchverbot in Gastronomiebetrieben auch die Zahl der Raucherinnen und Raucher, insbesondere die Zahl jugendlicher Raucherinnen und Raucher, zurückgeht", so Kaiser und Prettner.
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