• 09.01.2015, 14:32:25
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vida-Hebenstreit zu ÖIAG-neu/Telekom: "Schelling-Berater Zimmermann von allen guten Geistern verlassen?"

Telekominfrastruktur selbstverständlich genauso systemrelevant wie jene von ÖBB und Asfinag - Finger weg vom Eigentum der ÖsterreicherInnen

Utl.: Telekominfrastruktur selbstverständlich genauso systemrelevant
wie jene von ÖBB und Asfinag - Finger weg vom Eigentum der
ÖsterreicherInnen =

Wien (OTS) - Angesichts des Hofer-Telekom-Vergleichs vor dem
Hintergrund der ÖIAG-neu-Debatte in der heutigen Ausgabe von
"Format", stellt sich vida-Gewerkschafter und
ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit die Frage, ob
der Industrielle und Berater von Finanzminister Schelling, Norbert
Zimmermann, "von allen guten Geistern verlassen ist?" Zimmerman hatte
sich im heute erschienenen "Format"-Interview gefragt, ob die Telekom
für Österreich eigentlich noch systemrelevant sei, wo man doch schon
beim Hofer Handyverträge bekomme? "Die Telekominfrastruktur ist
selbstverständlich für die Basisversorgung der Bevölkerung genauso
systemrelevant wie die Verkehrsinfrastrukturen von ÖBB und Asfinag",
stellt Hebenstreit richtig.++++

"Im Unterschied zur Telekom errichtet der Diskonter Hofer nämlich
keine Kommunikationsinfrastruktur und hält diese auch nicht instand.
Das müsste Zimmermann eigentlich geläufig sein", so Hebenstreit. "Ich
erwarte mir von Mitgliedern der ÖIAG-Reformgruppe ein Mindestmaß an
Sachverstand und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Besitz der
Österreicherinnen und Österreicher. Derartige Vergleiche haben hier
nichts verloren."

"Wenn Zimmermann die politischen Rahmenbedingungen als genauso
‚abgesandelt‘ wie den Industriestandort Österreich empfindet, dann
kann er gleich vor der Tür der ÖVP zu kehren beginnen", empfiehlt der
vida-Gewerkschafter. Schließlich stelle die ÖVP bekanntlich seit
Jahren den Wirtschaftsminister und den für die ÖIAG zuständigen
Finanzminister.

"Zimmermann und Schelling sollen endlich die Finger vom Eigentum der
Österreicherinnen und Österreicher lassen", sagt Hebenstreit.
Schließlich habe die Privatisierungspolitik der vergangenen Jahre die
Steuerzahler schon genug geschädigt. Laut einer AK-Studie seien die
SteuerzahlerInnen in den vergangenen Jahren unter "schwarzer Regie"
mit bis zu 1,8 Milliarden Euro alleine durch Teilverkäufe von OMV,
Telekom Austria und Post geschädigt worden. "Aufgrund der
Aufarbeitung von juristischen Details dieser sogenannten
Privatisierungen sind bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft die
Arbeitsplätze auf Jahre hinaus gesichert", schließt Hebenstreit.

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