WKÖ-Gleitsmann: Österreichs Unternehmen unterstützen Erhalt der Arbeitsfähigkeit

Ältere MitarbeiterInnen sind wichtige Know-How-Träger der Unternehmen

Wien (OTS/PWK011) - "Zahlreiche Best-Practice-Beispiele belegen:
Unsere Unternehmen nehmen ihre Verantwortung in Bezug auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit ihrer Beschäftigten tagtäglich im Betrieb wahr", so Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich des heutigen Pressegesprächs zum Thema "Arbeiten bis zur Pension. Erfolgreiche Wege zur Arbeitsfähigkeit".

Die WKÖ hat bereits im Jahr 2010 die Plattform "Pro Fitness -Gesunde Mitarbeiter Gesundes Unternehmen" (www.profitnessaustria.at) gestartet. Mit dieser Initiative unterstützt die WKÖ ihre Mitglieder, betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Betrieb aufzubauen bzw. erfolgreich weiterzuentwickeln. Die Plattform bietet Informationen zu den Themenblöcken Ernährung, Bewegung und Entspannung. Zudem haben Gesundheitsdienstleister die Möglichkeit, ihre Angebote zu präsentieren, und auch Quick-Checks zum persönlichen Gesundheitszustand werden auf der Homepage angeboten.

"Dass die Initiativen und Maßnahmen der Betriebe speziell für alternsgerechtes Arbeiten von Erfolg gekrönt sind, belegen die aktuellen Arbeitsmarktdaten deutlich: Die Beschäftigung hat in der Altersgruppe 50 plus im Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat um 44.000 Personen zugenommen. Damit stellt dieses Alterssegment einen positiven Ausreißer in der angespannten Arbeitsmarktlage dar", erläutert Gleitsmann und verweist auf den vergleichsweise geringen Zuwachs der Arbeitslosenzahlen in diesem Segment: Die Arbeitslosenquote der "50+-Generation" ist mit 0,6 Prozentpunkten im Dezember 2014 erneut geringer gestiegen ist als die allgemeine Arbeitslosenquote, die im Vorjahresvergleich um 0,7% gestiegen ist. "Ältere sind nicht häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als jüngere Menschen. Werden Sie allerdings arbeitslos, so dauert es länger, bis sie wieder eine Beschäftigung aufnehmen können. Hier wollen wir ansetzen", unterstreicht der WKÖ-Experte.

Staatliche Förderung von BGF und gezielte Entlastung für Betriebe statt Eingriffe in unternehmerische Autonomie

Damit die Beschäftigungsquote Älterer weiter gesteigert werden kann, brauche es ein Bündel von Maßnahmen: Beratungsmaßnahmen wie "Fit2Work" können beim Erhalt der Arbeitsfähigkeit eine wertvolle Ergänzung sein, wesentlich sei jedoch, dass Reformen im Pensionssystem greifen und positive Anreize für Betriebe geschaffen werden, um mehr Ältere in Beschäftigung zu halten, so Gleitsmann. "Dazu zählt eine generelle Lohnnebenkostensenkung genauso wie eine staatliche Förderung von BGF-Maßnahmen nach deutschem Vorbild. Auch die gezielte Entlastung von Betrieben, die ältere Arbeitslose einstellen sowie eine geförderte Beratung zur Umsetzung alternsgerechten Arbeitens im Betrieb wären zusätzliche Maßnahmen, damit möglichst viele Unternehmen zur Liste der Best Practice-Unternehmen hinzukommen", so Gleitsmann.

"Hingegen wäre die Einführung einer verpflichtenden Beschäftigungsquote, wie sie derzeit in der Diskussion rund um die Einführung des Malus gefordert wird, bürokratisch, sachlich nicht gerechtfertigt und ein Eingriff in die unternehmerische Autonomie. Sie wäre gerade in der jetzigen Zeit das falsche Signal für unsere Betriebe", warnt Gleitsmann. (PM)

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Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Martin Gleitsmann
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