Stadt Wien stellt Baustellenmanagement neu auf

Häupl und Vassilakou präsentieren neuen Baustellenmanager

Wien (OTS) - Wien ist eine der am stärksten wachsenden Städte in Europa. Dies bedingt eine Vielzahl an baulichen Maßnahmen auch von Seiten der öffentlichen Hand. So finden jährlich bis zu 14.000 Baustellen im Wiener Straßenraum statt, hunderte davon sind verkehrsrelevant (Bauarbeiten z.B. der Wiener Linien, Kanal- oder Straßenbau, aber auch private Baustellen, die öffentlichen Raum tangieren). Um die damit verbundenen Auswirkungen auf die Mobilität der Menschen möglichst gering zu halten, wird das Baustellenmanagement für Wien mit dem Frühjahr 2015 neu aufgestellt. Im Rahmen eines Pressegespräches am Mittwoch präsentierten Wiens Bürgermeister Michel Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka den neuen Wiener Baustellenmanager Peter Lenz.

Was kommt neu?

Ab dem Frühjahr 2015 werden sämtliche Bauaktivitäten im Vorhinein auf ihre Auswirkungen auf das Gesamtverkehrssystem untersucht und danach zentral für die ganze Stadt technisch als auch zeitlich koordiniert. Dies geschieht nicht nur bei Baustellen der Stadt Wien, sondern auch für Baustellen der ASFINAG und ÖBB. Ebenso eingebunden sind die Wiener Polizei und die Autofahrerklubs.

Gleichzeitig wird die Kommunikation vereinheitlicht, für Medien stehen dann Infoteams zur Verfügung. Erster Ansprechpartner ist der Baustellenmanager. Es sei notwendig, dass die äußere Kommunikation gut funktioniere, so Bürgermeister Häupl: "Besonders wichtig ist mir, dass die Bevölkerung direkt, vor Ort, informiert wird. Die Wienerinnen und Wiener müssen wissen, warum etwas gebaut wird und wie lange die Arbeiten dauern werden."

Von Seiten der Stadt Wien erfolgt die Koordination über die Stadtbaudirektion, Wiener Baustellenmanager ist Peter Lenz. "In den letzten Jahren haben wir gute Erfahrungen gemacht, bei Großprojekten die Gesamtverantwortung in eine Hand zu legen", erklärte Vizebürgermeisterin Vassilakou. So werde Lenz als Ansprechperson fungieren, Baustellen koordinieren und die Verantwortung tragen. "Ein erfahrener Mann, der unter anderem in den letzten Jahren die Koordination für das Umfeld des Krankenhauses Nord über hatte", stellte Jilka den neuen strategischen Baustellenmanager, vor.

Technik

o Wiener Linien, ASFINAG, Stadt Wien als Hauptakteure arbeiten in der vorausschauenden Baustellenplanung vollintegriert, bilden jeweils ein technisches und ein Informationsteam. Die
Information ergeht an alle wesentlichen Stellen, v.a. auch an
die Autofahrerclubs
o Die Polizei ist Teil des technischen Teams und leitet alle Informationen an die Verkehrsleitzentrale weiter
o Flächendeckende Verwendung von Verkehrsumlagerungsmodellen (VUM) bei den größten jährlichen Baustellen. Dabei werden die Auswirkungen von Straßensperren und Umleitungen bezirksübergreifend auf das Gesamtverkehrssystem Stadt
untersucht
o Einbeziehung der Baustellenaktivitäten im Wiener Umland
o Permanente Adaptierung der Risikoanalysen auf Basis der gesamtstädtischen Betrachtung
o Regelmäßige Treffen der Steuerungsgruppe mit allen relevanten Beteiligten
o Regelmäßige Kontrolle der Baustellen
o Beobachtung der laufenden Baustellen; während der Baustellenhochsaison wöchentliche Treffen des Wiener Baustellenmanagers mit Informations- und Technikteam

Mit all diesen Maßnahmen sollte eine übergeordnete Koordination aller verkehrswirksamen Baustellen für Wien sichergestellt sein.

Kommunikation

Entscheidender Faktor dabei ist die Information für die Bevölkerung. Zukünftig wird die Kommunikation einheitlich erfolgen.

o Nutzung aller Informationskanäle inkl. Social Media; für Baustellen, die mehrmalige Änderungen von Verkehrsführungen während der Bauzeit brauchen oder in Gegenden mit besonders viel Lieferverkehr sind spezielle Apps geplant (siehe Pilotprojekt Mariahilfer Straße)
o Ertüchtigung der "Infoline Straße und Verkehr" (01/95559) in der MA 46
o Intensivierung der Kooperation mit Ö3 und Autofahrerclubs
o Für größere Baustellen wird ein/e AnsprechpartnerIn eingesetzt (Auskunft ebenfalls über 01/95559)

Rückfragen & Kontakt:

Martin Ritzmaier
Mediensprecher Bürgermeister Michael Häupl
Telefon: 01 4000-81855
E-Mail: martin.ritzmaier@wien.gv.at

Andreas Baur
Mediensprecher Vzbgm. Maria Vassilakou
Mobil: 0664 831 74 49
E-Mail: andreas.baur@wien.gv.at
PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
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Tel.: 01 4000-81081
www.wien.gv.at/rk

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