FPÖ-Leyroutz: Jetzt beginnt die Not für Hunderte Spitalspatienten

Patienten bekommen alle Mängel des Kärntner Gesundheitssystems zu spüren - KABEG verharmlost weiter

Klagenfurt (OTS) - "Es ist genau das eingetreten, wovor die FPÖ im Vorfeld gewarnt hat. Wenn das neue Arbeitszeitgesetz in Kraft tritt, ist das Kärntner Gesundheitssystem massiv gefährdet. Denn, Kärnten ist am schlechtesten von allen Bundesländern vorbereitet, wenn sich die Spitalsärzte an die neuen Arbeitszeitregeln mit maximal 48 Wochenstunden halten müssen. Wir stehen damit vor den Trümmern der jahrzehntelangen von der SPÖ dominierten Gesundheitspolitik", kritisiert der Klubobmann der Kärntner Freiheitlichen, Mag. Christian Leyroutz.

Kärnten hat österreichweit mit Abstand am wenigsten Spitalsärzte je Bett, nämlich 330 je 1000 Betten. Wien hat mit 560 um 60% mehr. "Wir haben hier also von Haus aus eine Mangelsituation die nur dadurch kompensiert wurde, dass Hunderte Spitalsärzte Überstunden en Masse gemacht haben. Seit 10 Jahren gilt die EU Regelung zur Verkürzung der Arbeitszeit der Ärzte, die roten Spitalsreferenten Kaiser und Prettner haben jedoch nicht darauf reagiert", hebt Leyroutz hervor.

Auch KABEG-Vorstand Arnold Gabriel habe dies durch wochenlang besseres Wissen beschönigt, indem er behauptete, man könne den Kernbetrieb mit den 48 Stunden-Diensten der Ärzte gewährleisten. Doch Primarärzte bezweifeln dies. "Damit beginnt die Not von Hunderten Patienten, die auf Operationen warten müssen oder vor verschlossenen Ambulanztüren stehen", so Leyroutz.

LH Kaiser wisse seit Jahren, dass die 48-Stundengrenze für die Spitalsärzte kommen wird, aber die SPÖ habe bis zuletzt damit spekuliert, dass diese EU-Richtlinie hinausgezögert werden könne. Auch in den vergangenen Monaten habe die SPÖ vor allem taktiert und nicht fair und korrekt mit den Ärzten verhandelt. Die jetzige dramatische Realität in den Spitälern zeige, dass die Warnungen der Ärzte über zu geringe Besetzung und über den schmerzlichen Abgang von erfahrenen Oberärzten, die von den Verhältnisse frustriert wurden, leider wahr sind.

Hier breche ein System zusammen und Leidtragende sind die Patienten. "Wenn das Land laut LH Kaiser 13,5 Mio. Euro bietet und Ärztevertreter sagen, sie wären damit zufrieden, wenn diese Summe in die Erhöhung ihrer Grundgehälter verwendet wird, muss doch eine rasche Einigung im Sinne der Patienten möglich sein", betont Leyroutz. Der Spielball liege nun bei LH Kaiser und Gesundheitsreferentin Prettner, denn sowohl die Steiermark und als auch Salzburg haben gezeigt, dass es auch anders geht.

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