Dworak/Schmidt: Der andere Blickwinkel - mehr Frauen in die Kommunalpolitik

SPÖ Frauen NÖ & GVV NÖ präsentieren Kampagne für Gemeinderatswahlen

St. Pölten (OTS) - In Niederösterreich gibt es rund 13.000 sozialdemokratische KandidatInnen für die Gemeinderatswahlen am 25. Jänner, davon rund 38 Prozent Frauen. Derzeit liegt der Gesamtanteil an Frauen in den Gemeinderäten bei 24,84 Prozent. "Viele Organisationen haben es hervorragend geschafft, sowohl das Reißverschlusssystem, als auch die Geschlechterquote einzuhalten wie etwa Purgstall an der Erlauf oder Trumau", freut sich SPÖ Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt: "Es wird immer schwieriger, KandidatInnen für politische Parteien zu gewinnen. Die Gründe dafür reichen von Zeitmangel aufgrund familiärer und beruflicher Verpflichtungen bis hin zu persönlichen und beruflichen Repressalien. Und gerade Frauen lässt nach wie vor die Mehrfachbelastung - Beruf, Familie und Kinder, Haushalt - davor zurückscheuen, sich auch noch politisch zu engagieren. Weitere Hindernisse für eine politische Tätigkeit sehen Frauen oft auch in der fehlenden Akzeptanz, den Machtspielchen und der Ellbogentaktik mancher männlicher Mitbewerber."

SPÖ NÖ und GVV NÖ arbeiten daran, dass die Geschlechterquote ausgewogen ist, beispielsweise mit Förderprogrammen wie der Frauenakademie, die Frauen für die Politik stärkt und das Rüstzeug für ihr Engagement gibt. Aus den 113 Frauen, die die Frauenakademie bereits absolviert haben bzw. die am laufenden fünften Lehrgang teilnehmen, sind drei Vizebürgermeisterinnen (2,65 Prozent), 15 geschäftsführende Gemeinderätinnen bzw. Stadträtinnen (13,27 Prozent), 50 Gemeinderätinnen (44,25 Prozent) sowie eine Landtagsabgeordnete und zwei Bezirksfrauenvorsitzende hervorgegangen. Dazu hat in den vergangenen Jahren der GVV NÖ gemeinsam mit den SPÖ-Frauen Workshops angeboten, um Frauen für die Politik zu interessieren. "Für den NÖ GVV ist es wichtig, Angebote zu schaffen, damit sich Frauen engagieren können. Das Miteinander von Frauen und Männern in der Politik lohnt sich. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen", so der Präsident des sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes, LAbg. Bürgermeister Rupert Dworak:
"Mit 44 (7,7 Prozent) Bürgermeisterinnen hat Niederösterreich den höchsten Anteil österreichweit. Die SPÖ hat mit 16 Bürgermeisterinnen (11,36 Prozent) von 132 sozialdemokratisch geführten Gemeinden prozentuell den höchsten Anteil an Frauen." Der GemeindevertreterInnenverband plant, die Workshop-Reihe auf Bezirksebene in Kooperation mit der SPÖ-Landesfrauenorganisation weiterzuführen, sagt Dworak: "Die große Begeisterung, mit der diese Workshops angenommen werden, zeigt, wie wichtig solche Initiativen sind. Es sind Projekte, die Lust auf mehr machen und letztendlich für alle Beteiligten gewinnbringend sind."

"Um gemeinsam für unsere Gemeinden ein lebenswertes Umfeld für alle -Frauen, Männer, Kinder, gleich welchen Alters - zu schaffen, braucht es ein Miteinander. Die SPÖ ist die einzige Partei in Österreich, die sich in punkto Geschlechterquote um ein positives Ergebnis bemüht", so Schmidt, die darauf hinweist, dass bei der SPÖ in 53 Gemeinden Frauen an der Spitze kandidieren. In Niederösterreich sind rund 710.000 Frauen wahlberechtigt - davon gehen rund 8.800 Frauen mit 16 Jahren das erste Mal wählen.

Dworak und Schmidt präsentierten heute im Rahmen eines Pressegesprächs eine Kampagne, die unter dem Titel "Frauen wählen" im Vorfeld der Gemeinderatswahlen in Niederösterreich gezielt Frauen ansprechen soll. "Die Lebensrealitäten von Frauen und Männern unterscheiden sich sehr. Kommen dann Kinder dazu, verändern sich diese Lebensrealitäten nochmals, denn größtenteils liegen Kindererziehung und die Arbeit in der Familie bei den Frauen. Hohes Verantwortungsbewusstsein für Haushalt und Familie, Geringere Entlohnung und Teilzeitarbeit führen oftmals am Ende des Erwerbslebens in die Altersarmut", erklärt Schmidt: "Um eine gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft von Frauen und Männern zu erreichen, ist es erforderlich, diese Rahmenbedingungen zu erkennen und verändern zu wollen. Die SPÖ-Frauen richten sich daher ganz gezielt an Mädchen, Frauen und Männer, die mit uns gemeinsam ein Stückchen an den Rädchen drehen, um für uns, unsere Töchter und Enkeltöchter und schlussendlich für alle Menschen in unseren Gemeinden und Städten das Leben gerechter und leichter zu machen." Wichtige Themen sind dabei vor allem Kinderbetreuung, der Ausbau von Ganztagsschulen, die Schaffung eines verpflichtenden Unterrichtsfach "Berufsorientierung" sowie Gesundheitsprävention.

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