Neues Volksblatt: "Sicherheit" von Markus EBERT

Ausgabe vom 7. Jänner 2014

Linz (OTS) - Sowohl Hilfswerk-Präsident Othmar Karas als auch Caritas-Präsident Michael Landau haben gestern einen Finger in offene Wunden gelegt. Karas mahnt eine langfristige Pflegelösung ein, Landau mehr Geld für die Hospiz- und Palliativversorgung - beides Bereiche, die für Menschen am Ende ihres Lebens zentral sein können, die aber nicht täglich auf der öffentlichen politischen Agenda stehen.
Was freilich, und darauf wollen Karas wie Landau hinaus, nicht bedeuten darf, dass man Pflege oder Hospiz als weniger bedeutende Aufgabe sehen darf als etwa die angepeilte Steuerreform oder die Problemlösungen in der Bildungspolitik.
Die Grundregel des Sozialstaates - dass sich nämlich die Menschen darauf verlassen können, dass ihnen in prekären Situationen geholfen wird - muss umso mehr garantiert sein, wenn es um ein würdiges Leben (und Sterben) am Ende dieses Lebens geht. Ob von Angehörigen, den Mitarbeitern in Pflege- oder Hospizeinrichtungen und vielen Ehrenamtlichen: Hier wird schon jetzt eine Mammutaufgabe gestemmt, die aufgrund der demografischen Entwicklung zur dauerhaften sozialen Kraftanstrengung wird.
Gewiss ist es erfreulich, wenn uns die Steuerreform den einen oder anderen Euro mehr im Börsel beschert. Aber die Sicherheit, dann nicht im Stich gelassen zu werden, wenn man mit den eigenen Kräften am Ende ist, wiegt wohl ums vieles schwerer.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001