"Weltjournal" und "WELTjournal +": "Baltikum - Die Russen in der EU" und "Gas als Waffe - Russlands Spiel mit dem Feuer"

Am 7. Jänner ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Krise zwischen der EU und Russland strahlt besonders ins Baltikum hinein, wo die Europäische Union direkt an Russland grenzt und die meisten Russen innerhalb der EU leben. Für die Reportage "Baltikum - Die Russen in der EU", die das in HD produzierte ORF-Auslandsmagazin "Weltjournal" - präsentiert von Claudia Neuhauser - am Mittwoch, dem 7. Jänner 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2 zeigt, unternahm Patrick A. Hafner eine Reise durch das Baltikum und traf auf Risse in der Gesellschaft, die quer durch die Familien gehen.

Um 23.00 Uhr folgt die "WELTjournal +"-Dokumentation "Gas als Waffe -Russlands Spiel mit dem Feuer": Auch wenn die Gas-Versorgung der Ukraine durch das im letzten Augenblick ausverhandelte "Winterpaket" bis März 2015 gesichert ist, die jüngste NATO-Annäherung Kiews rückt den immer wieder aufflammenden Konflikt um die Energieversorgung neuerlich ins Zentrum der komplizierten russisch-ukrainischen Beziehungen.

Weltjournal: "Baltikum - Die Russen in der EU"

Mit Jahreswechsel übernahm Lettland die EU-Ratspräsidentschaft für die erste Jahreshälfte 2015. Eine heikle Aufgabe, denn die russische Minderheit im eigenen Land blickt genauso wie die lettische Bevölkerung mit Sorge auf die Entwicklungen. Viele Russen im Baltikum fühlen sich heute Europa verbunden, andere orientieren sich insgeheim nach wie vor Richtung Moskau. Nach der Unabhängigkeit Estlands, Lettlands und Litauens vor 25 Jahren mussten die ehemaligen Sowjet-Bürger eine neue Identität finden und dieser Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist, wird durch die russische Besetzung der Krim nicht gerade erleichtert. Vor allem die unzufriedenen Russen könnten anfällig sein für Putins Propaganda und seine Destabilisierungsversuche in den Nachbarländern, so die Angst der nicht russischen Balten.

Weltjournal +: "Gas als Waffe - Russlands Spiel mit dem Feuer"

Seit Sowjet-Zeiten lieferte Russland Gas an die Ukraine zu vergünstigten Preisen, doch seit sich Kiew politisch von Russland emanzipiert, benutzt Präsident Putin Gas als Druckmittel. Der Streit hat große internationale Bedeutung, da ein wesentlicher Teil der russischen Gasexporte nach Europa durch Pipelines in der Ukraine fließt. Werden die Gasexporte unterbrochen, kommt es auch in europäischen Ländern zu Lieferengpässen, wie zuletzt im Winter vor fünf Jahren. Um der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen und ukrainischem Transit zu entgehen, sucht Europa nach Alternativen: In Litauen wurde zum Beispiel ein schwimmender Flüssig-Gas-Terminal fertiggestellt, der günstiges Gas aus Norwegen, dem Nahen Osten und Afrika lagert. Während also Europa von russischem Gas unabhängiger werden will, wendet sich Russland neuen Partnern wie der Türkei und China zu. Von diesem hektischen Gas-Poker ist auch die österreichische OMV betroffen, die gerade einen großen Auftrag verloren hat.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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