Stronach/Franz: Nur der Bund macht die Spitäler gesund

Weniger Spitalsbetten und höheres Grundgehalt für Ärzte

Wien (OTS) - "Selbstverständlich befürworten wir den Vorschlag nach der Überführung des Spitalswesens in die Bundeskompetenz, wie von uns bereits vor zwei Monaten in einer Pressekonferenz gefordert. Alle öffentlichen Spitäler, die derzeit von Ländern, Städten oder Gemeinden betrieben werden, müssen in die einheitliche Trägerschaft des Bundes übernommen werden. Nur so kann eine bundesweit klar strukturierte stationäre Medizin gelingen. Dass nun NEOS diese Idee aufgegriffen hat, freut uns, denn wir arbeiten gerne mit allen Parteien zusammen, um diese und andere Vorschläge umzusetzen", stellt Team Stronach Gesundheitssprecher Dr. Marcus Franz fest. Er fordert zudem einen Abbau der Spitalsbetten in Verbindung mit einer Stärkung der Ambulanzen und besserer notärztlicher Versorgung.

Nicht nur will Franz den Landeskaisern das Spitalswesen entziehen und öffentliche Krankenhäuser beim Bund ansiedeln, sondern auch "die Betriebsführung der Spitäler in der Hand privater Betreiber" sehen. "Der stationäre Spitalssektor verschlingt jährlich 12 Mrd. Euro. Mit seinen 65.000 Spitalsbetten ist Österreich Betten-Europameister", macht Franz aufmerksam. Tatsächlich könne man mit einem Drittel weniger an Spitalsbetten das Auslangen finden. "Mit dem frei gewordenen Geld in Höhe von drei bis vier Mrd. Euro können mehr ambulante Strukturen geschaffen und die Direkt- und Vor-Ort-Versorgung verbessert werden."

Die Verbesserung der Ärztearbeitszeit sei schon lange überfällig, erklärt Franz. "Problematisch ist allerdings die Finanzierung, denn gerade die Jungärzte müssen viel arbeiten, um sich das Leben leisten zu können", betont Franz und fordert ein adäquates Gehalt bzw. eine Anhebung der Grundgehälter. Generell gehe es nicht nur um eine Arbeitszeitbeschränkung, sondern auch um eine Qualitätsverbesserung der Versorgung der Patienten, die zu Recht ausgeruhte Ärzte wollen", so der Abgeordnete und Mediziner.

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