SJ - Herr: Arbeitzeitverkürzung, wann wenn nicht jetzt!?

Arbeitslosenrate im Dezember erstmals über 10%

Wien (OTS) - Im Dezember waren über 450.000 Menschen in Österreich arbeitslos. Damit betrug die Arbeitslosenquote über 10%, was einen neuen traurigen Rekord entspricht. "Oft lautet in Österreich das Credo, dass man im europäischen Vergleich allerdings gut dastehe. Das hilft den Hunderttausenden Arbeitslosen jedoch nicht. Fakt ist, dass wieder antizyklische Wirtschaftspolitik und aktive Arbeitsmarktpolitik notwendig sind, um die Lage am Arbeitsmarkt zu beruhigen und durch neue Beschäftigung auch die Kaufkraft zu stärken um damit die Wirtschaft anzukurbeln - die europäische Sparpolitik ist krachend gescheitert", so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend.

Die Sozialistische Jugend fordert daher eine längst überfällige Arbeitszeitverkürzung, "Während über 400.000 Menschen in Österreich ohne Arbeit sind, ist Österreich gleichzeitig auch Spitzenreiter, wenn es um Überstunden geht. Wir müssen endlich die vorhandene Arbeit wieder gerecht verteilen. Die Sozialistische Jugend fordert dementsprechend eine längst überfällige 35-Stunden-Woche. Die SJ weißt darauf hin, dass auch viele ÖkonomInnen mittlerweile für eine Arbeitszeitverkürzung eintreten: " Selbst länger dauernde Perioden hohen Wirtschaftswachstums werden in Zukunft wohl nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit in einem akzeptablen Zeitraum zu senken. Eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich schafft Beschäftigung und verringert die Arbeitslosigkeit", so Herr.

Auch Jugendliche sind von dem Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Über 55.000 Jugendliche unter 24 sind in Österreich auf Jobsuche. "Jede Investition in die Ausbildung und Beschäftigung Jugendlicher, ist auch eine Investition in die Zukunft", so Herr. "Seit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise retten wir permanent Banken und SpekulantInnen, es ist an der Zeit, dass wir die Jugend retten!"

Die Sozialistische Jugend stellt deshalb eine Liste an arbeitsmarktpolitischen Neujahrsvorsätzen auf: "Wenn wir nächstes Jahr auf die Arbeit der Bundesregierung zurückblicken, soll ein Lehrlingsfond - in den alle Betriebe einzahlen sollen, sodass jene Betriebe die tatsächlich Lehrlinge ausbilden einen Bonus zurückbekommen können - eingeführt sein und die Arbeitszeit endlich fair verteilt", so Julia Herr abschließend.

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