ORF III vom 3. bis 5. Jänner: Vorläufig letzte Folge "Österreich II", Pavarotti als "André Chénier", dreiteiliger Doku-Abend Genius

Außerdem: u. a. Kaberettrevue "Die letzte Nacht", Operette "Eine Nacht in Venedig", Porträt Jean Sibelius, Friedrich Zorn als "Artist in Residence"

Wien (OTS) - Am Samstag, dem 3. Jänner 2015, um 20.15 Uhr geht es im vorläufig letzten Teil der aktuellen Staffel von Hugo Portischs umfassender Zeitgeschichtereihe "Österreich II" um das Jahr 1956, das "Jahr der Bewährung", in dem Österreich zum ersten Mal als freies Land seine Neutralität beweisen muss. Die österreichische Premiere von "Bilder, die Geschichte machen" fragt danach um 21.45 Uhr nach den Umständen, unter denen legendäre Fotografien, wie etwa Che Guevaras Konterfei, entstanden sind. In der ORF-III-Kleinkunstschiene ist schließlich um 22.30 Uhr die Erstausstrahlung der Kabarettrevue "Die letzte Nacht" mit u. a. Stefan Fleischhacker und Christoph Wagner-Trenkwitz aus dem Theater an der Wien 2014 zu sehen.
Am Sonntag, dem 4. Jänner, steht um 17.45 Uhr in der Reihe "Operette sich wer kann" Johann Strauss' Klassiker "Eine Nacht in Venedig" auf dem Programm. Den "Erlebnis Bühne"-Abend leitet dann um 19.25 Uhr die Dokumentation "Jean Sibelius - Die frühen Jahre" zum 150. Geburtstag des finnischen Komponisten ein, gefolgt um 20.15 Uhr von einer Inszenierung der Metropolitan Opera 1996: Bühnensuperstar Luciano Pavarotti ist in Umberto Giordanos "André Chénier" in einer seiner Glanzrollen zu sehen, es dirigiert James Levine.
Auf die Suche nach dem "Genie-Code", dem Geheimnis von Superhirnen, macht sich mit drei Dokumentationen der ORF-III-Themenmontag am 5. Jänner: Um 20.15 Uhr rollt "Die Rätsel der Toten - Einstein Anatomie eines Genies" die Kontroverse um jenen Arzt auf, der ohne das Wissen der Angehörigen Einstein obduzierte und sein Gehirn entnahm, um es für die Nachwelt zu bewahren. Die Dokumentation "Expedition ins Gehirn" geht dann um 21.05 Uhr dem Geheimnis von übernatürlicher Intelligenz auf die Spur, bevor um 22.40 Uhr "Auf der Suche nach dem Gedächtnis - Der Hirnforscher Eric Kandel" die Ergebnisse der brillanten Forschung des österreichischen Wissenschafters und Nobelpreisträgers veranschaulicht. Nach Abschluss des Themenabends präsentiert ORF III um 23.30 Uhr eine weitere Folge von "Artist in Residence": die Performance "Blind im Auge Österreichs" von Friedrich Zorn, in der sich der Künstler als blinder Mann im ORF-Zentrum auf die Suche nach Raum 8038A begibt.

Samstag, 3. Jänner: "zeit.geschichte" mit "Österreich II" (20.15 Uhr) und "Bilder, die Geschichte machen" (21.45 Uhr), Kleinkunst in "Die letzte Nacht" (22.30 Uhr)

"Jahr der Bewährung" heißt die letzte Folge der zweiten Staffel von Hugo Portischs "Österreich II": 1956 ist das erste Jahr der vollkommenen Eigenverantwortung Österreichs und bringt sogleich soziale Unruhen mit sich. Im Zuge des Aufstands gegen die stalinistischen Unterdrücker fliehen fast 200.000 Ungarn über die österreichische Grenze. Neutral, aber auch bereit, die Neutralität zu verteidigen, stellt sich das österreichische Bundesheer den verfolgenden Sowjettruppen entgegen.
Ob das stilisierte Konterfei von Che Guevara oder der "Sprung in die Freiheit" des Volkspolizisten Conrad Schumann: Es gibt Bilder, die sich ins Gedächtnis der Menschen eingebrannt haben. Der Symbolkraft dieser Fotografien geht die Dokumentation "Bilder, die Geschichte machen" auf den Grund.
Die kabarettistische Revue "Die letzte Nacht" mit historischen Varietéstücken und literarisch-humoristischen Juwelen lässt die Atmosphäre vergangener Zeiten auferstehen. Unter der Regie von Georg Wacks sind im Souterrain des Theaters an der Wien Elena Schreiber, Stefan Fleischhacker, Martin Thoma, Georg Wacks und Christoph Wagner-Trenkwitz zu sehen.

Sonntag, 4. Jänner: Operettenverfilmung "Eine Nacht in Venedig" (17.45 Uhr) und "Erlebnis Bühne" mit Künstlerporträt Jean Sibelius (19.25 Uhr) und Luciano Pavarotti als "André Chénier" (20.15 Uhr)

Am Sonntag zeigt "Operette sich wer kann" eine Verfilmung von Johann Strauss' "Eine Nacht in Venedig" in einer Aufzeichnung aus dem Jahr 1973 von Václav Kaslik. In herrlichen Verwechslungsszenen zu sehen sind Anton de Ridder, Sylvia Geszty, Jon Piso und Kurt Sowinetz.
Zum 150. Geburtstag des finnischen Komponisten Jean Sibelius beleuchtet das Künstlerporträt "Jean Sibelius - Die frühen Jahre" von Christopher Nupen das Leben und Wirken des Ausnahmekünstlers. Die Dokumentation erforscht Sibelius' einzigartigen Musikstil am Übergang von der Spätromantik zur Moderne - die poetische Darstellung vom Kampf eines großen Künstlers mit der Musik, der Welt und sich selbst. "André Chénier": Berühmte Melodien der ausklingenden Rokokoepoche sowie Lieder der Französischen Revolution verleihen diesem Klassiker des italienischen Versimo von Umberto Giordano ein unverwechselbares Kolorit. Luciano Pavarotti brilliert in der Rolle des tragischen französischen Dichters, der sich am Vorabend der Revolution gemeinsam mit dem Diener Carlo Gérard (Juan Pons) in die Adelige Maddalena di Coigny (Maria Guleghina) verliebt. Die Inszenierung an der Metropolitan Opera im Jahr 1996 entstand unter der musikalischen Leitung von James Levine und der Regie von Nicolas Joel.

Montag, 5. Jänner: Themenabend Genius (ab 20.15 Uhr), neue Folge von "Artist in Residence" mit Friedrich Zorn (23.30 Uhr)

Den Auftakt des ORF-III-Abends zum Thema Genius bildet die Dokumentation: "Die Rätsel der Toten - Einstein Anatomie eines Genies". Der Film schildert, wie Albert Einsteins Gehirn wenige Stunden nach seinem Tod ohne das Einverständnis der Angehörigen von einem Arzt entnommen wurde, um seinem Genius auf die Spur zu kommen. Die Kontroverse, ob der durchführende Arzt Einsteins Leichnam pietätlos behandelt oder das Gehirn des Forschers für die Nachwelt bewahrt hatte, zog sich über Jahrzehnte.
Wie kann man sich die übernatürlichen Fähigkeiten mancher Genies erklären? Die Doku "Expedition ins Gehirn" (21.05 Uhr) führt zum Geheimnis außergewöhnlicher Intelligenz und erklärt, wie die Gehirne von sogenannten "Savants" ("Wissenden") arbeiten.
Ein Österreicher hat maßgeblich dazu beigetragen, die Funktionen des menschlichen Gehirns zu begreifen: In "Auf der Suche nach dem Gedächtnis - Der Hirnforscher Eric Kandel" (22.40 Uhr) erklärt der Nobelpreisträger, wie Erinnerungen und Denkprozesse funktionieren. Mit der Filmemacherin Petra Seeger begibt er sich auf eine sehr persönliche Reise in sein eigenes Gedächtnis. Gleichzeitig bringt er dem Publikum charismatisch, spannend und verständlich die Grundlagen seiner Entdeckung näher.
"Blind im Auge Österreichs" (23.30 Uhr) heißt die jüngste Folge des ORF-III-Medienkunstprojekts "Artist in Residence": Basierend auf einer interaktiven Performance präsentiert Friedrich Zorn als blinder Mann eine unaufhörliche Suche im Dickicht von Raumnummern und endlosen Gängen des ORF-Zentrums. Mit Hilfe seines Blindenstocks, an dem eine Kamera befestigt ist, macht der Künstler die Orientierungspunkte eines blinden Menschen sichtbar. Durch akustische Bildbeschreibung übernimmt das Ohr die Funktion der Augen. Erst in der Kombination beider Wahrnehmungen entstehen Bild und Narration in den Köpfen des Publikums.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0003